Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Doppelmord in Forst: Spur führt nach Montenegro
Brandenburg Doppelmord in Forst: Spur führt nach Montenegro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 18.05.2019
Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz stehen in der gesperrten Amtstraße. Zwei Männerleichen sind in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) entdeckt worden. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Der Doppelmord von Forst (Spree-Neiße) geht vermutlich auf Abrechnungen zwischen Mafia-Clans aus Montenegro zurück. Nach Angaben der regierungskritischen montenegrinischen Zeitung „Vijesti“ gehören die Toten einer Mafia-Gruppierung aus der Adria-Küstenstadt Kotor an. Dieser Clan liege seit Jahren im Streit mit einer anderen Verbrecher-Organisation. Kotor ist das touristische Zentrum an der Adriaküste des kleinen Staates. Zunächst hatte es aus Sicherheitskreisen geheißen, die Toten seien Serben.

Mit gezielten Schüssen hingerichtet

Wie die MAZ berichtete, waren die Männer mit mehreren gezielten Schüssen regelrecht hingerichtet worden. Ein weiterer Mann aus dem Balkanstaat überlebte mit schweren Verletzungen. Mögliche Tatwaffen fanden die deutschen Behörden in einem Waldstück nahe Forst, das in Brand geraten war. Die Schusswaffen sollen mit Schalldämpfer ausgestattet sein.

Die Leichen waren am frühen Montagmorgen in einer Wohnung in der Brandenburger Kleinstadt entdeckt worden. Die Brandenburger Behörden geben derzeit keine Informationen heraus. Grund dafür könnte unter anderem sein, dass es sich bei einem der Opfer nach Informationen aus Sicherheitskreisen um einen Informanten des Bundeskriminalamts handeln soll. Das BKA ist dem Vernehmen nach in die Ermittlungen eingebunden. Eine BKA-Sprecherin in Wiesbaden lehnte jeden Kommentar zu dem Vorgang ab, die Staatsanwaltschaft Cottbus ebenfalls.

Banden-Fehde schwelt seit Jahren

Bei dem jahrelangen Banden-Streit gehe es um Drogengeschäfte, berichteten Medien in Montenegro. Die eine Bande soll der anderen 200 Kilogramm Kokain gestohlen haben. Seitdem seien rund 40 Menschen ermordet worden. Darunter ist den Angaben zufolge auch ein 32-jähriger Montenegriner aus Wien. Der Mann war im vergangenen Dezember unweit des Stephansdoms von einem Unbekannten erschossen worden. Sein 23-jähriger Begleiter wurde durch Schüsse schwer verletzt. Die beiden Opfer wurden ebenfalls einem der beiden Clans zugerechnet.

Von Anna Bückmann und Ulrich Wangemann

Der Europäische Sozialfonds soll vor allem Beschäftigung und soziale Integration fördern. In Cottbus profitiert von diesen Mitteln ein Zentrum, das Gründungswilligen das nötige Know-how für den Start in die Selbstständigkeit anbietet.

15.05.2019

Das Bundeskabinett hat den Weg frei gemacht für den Moped-Führerschein mit 15. Brandenburg will von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Die Erfahrungen aus dem Modellversuch seien positiv, hieß es aus dem Verkehrsministerium.

18.05.2019

Um Messerangriffe zu verhindern, wollen die Bundesländer das Tragen von Messern erschweren. Innenminister Schröter (SPD) unterstützt eine entsprechende Initiative aus Niedersachsen und Bremen.

18.05.2019