Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg BER: Lufthansa-Techniker fürchten um ihre Jobs
Brandenburg BER: Lufthansa-Techniker fürchten um ihre Jobs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 19.05.2019
Lufthansa-Techniker bei der Arbeit, hier in einer Triebwerkshalle in Hamburg. Quelle: dpa
Schönefeld

Die Beschäftigten von Lufthansa Technik fühlen sich von der Brandenburger Landesregierung nicht ernst genommen. In einem offenen Brief an die Abgeordneten des Landtags im Namen der 350 Mitarbeiter, die um ihren Job bangen, fordert die Industriegewerkschaft Luftverkehr, ihre „Probleme und Zukunftsängste endlich ernst zu nehmen“.

Auf einen ersten Brief vom Januar an Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierungschef Michael Müller (beide SPD) habe es noch nicht einmal eine Antwort gegeben, sagte der stellvertretende Gewerkschaftschef Daniel Wollenberg, der selbst in Schönefeld bei Lufthansa Technik arbeitet, der MAZ.

„Es wird von der Landesregierung und dem Landtag Brandenburg anscheinend einfach so hingenommen, dass rund 60 hochqualifizierte Arbeitsplätze ins europäische Ausland ausgelagert werden – in einem Umfeld des BER, mit Unternehmen wie MTU und Rolls Royce, die für die Rohrwerkstatt geradezu das perfekte Netzwerk darstellen“, heißt es in Wollenbergs Brief.

Werkstatt wird nach Ungarn verlagert

Die Lufthansa-Tochter will die sogenannte Rohrwerkstatt, in der Triebwerksteile repariert werden, von Schönefeld nach Ungarn verlagern. 60 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Das Unternehmen bot den Mitarbeitern an, nach Hamburg zu wechseln.

Nun erfuhren die Beschäftigten, dass in Ungarn die Mitarbeiterzahl von 60 auf 400 aufgestockt werden soll. „Das ist ein Schlag ins Gesicht“, so Wollenberg. Die Auftragsbücher seien voll. Der Umzug sei völlig unverständlich. Ob Lufthansa-Technik überhaupt in Schönefeld bleibt, ließ das Unternehmen bisher offen. Mit Tegel wären 470 Arbeitsplätze betroffen.

Landtag will Druck machen

Der Landtag will sich am Freitag mit dem Thema beschäftigen. Geplant ist ein parteiübergreifendes Votum für den Erhalt der Wartungskapazitäten und der Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft fordert darüber hinaus eine Art Runden Tisch, bei dem die Lufthansa-Tochter sich endlich zur Zukunft positioniert und auch Vertreter des Flughafens anwesend sind. „Es werden hunderte Millionen Euro für ein Interimsterminal der Flugbereitschaft ausgegeben, aber Lufthansa Technik und die FBB sind nicht in der Lage, den derzeitigen Mietvertrag zu verlängern“, heißt es in dem Schreiben.

Die Flughafengesellschaft FBB hatte der Lufthansa für ihre Werkstätten am BER exklusiv ein Erbbaurecht-Grundstück angeboten. Lufthansa-Technik hatte das Angebot aber verstreichen lassen. Jetzt will die FBB die Flächen auf dem freien Markt anbieten.

Von Torsten Gellner

In Brandenburg wurden 2018 etwa 11.500 neue Wohnungen fertiggestellt, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen des Statistikamtes zeigen große regionale Unterschiede – besonders in der Landeshauptstadt boomt der Wohnungsbau.

19.05.2019

Schloss Sanssouci lassen sich Willem-Alexander und Máxima nicht entgehen – wer den Monarchen und seine Frau treffen will, hat aber noch eine exklusivere Option.

19.05.2019

Mädchen, junge Frauen und die ältere Generation: In der Niederlausitz tragen viele Sorbinnen traditionell Tracht – und setzen damit ein Statement. Das An- und Ausziehen ist aber nicht ganz einfach.

16.05.2019