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Brandenburg Drei Prozent mehr für Verkäuferinnen und Verkäufer
Brandenburg Drei Prozent mehr für Verkäuferinnen und Verkäufer
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01:18 08.07.2019
Zwei Mitarbeiter sortieren Kleidungsstücke in einem Textilgeschäft. Quelle: Guido Kirchner/dpa
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Potsdam

Die Tarifrunde für die Beschäftigten des Einzelhandels in Berlin-Brandenburg ist am Freitag mit einem Kompromiss zu Ende gegangen. Nach übereinstimmenden Angaben der Gewerkschaft Verdi und des Handelsverbands Berlin-Brandenburg bekommen die Beschäftigten ab 1. September 3.0 Prozent mehr Gehalt, eine weitere Lohnerhöhung um 1,8 Prozent folgt zum 1. Juli 2020. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Für Azubis gibt es eine überproportionale Erhöhung zwischen 50 und 85 Euro im Monat.

Von einem „spürbaren Gehaltsplus“ sprach Verdi-Verhandlungsführerin Erika Ritter. Ermöglicht hätten dies die Verkäuferinnen und Verkäufer in den übrigen Bundesländern. Dort war der Gehaltstarifvertag schon im April ausgelaufen, danach kam es zum Teil zu heftigen Warnstreiks. Am Montag hatten sich die Tarifparteien in Nordrhein-Westfalen auf einen Pilotabschluss geeinigt, an den sich der Kompromiss für Berlin und Brandenburg anlehnt.

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Die Verdi-Tarifkommissionen war für Berlin und Brandenburg allerdings mit deutlichen höheren Forderungen in die Verhandlungen gegangen. Die Gewerkschaft wollte ein Lohnplus von 6,5 Prozent und mindestens 100 Euro mehr für Azubis durchsetzen. In Berlin arbeiten rund 141.000 Menschen im Einzelhandel, in Brandenburg 84.000.

Von MAZonline/tk

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