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Brandenburg Drei neue Naturparks mit Gütesiegel
Brandenburg Drei neue Naturparks mit Gütesiegel
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00:19 13.11.2013
Eine Mufflonherde im Wildpark "Glauer Tal" im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Quelle: dpa
Potsdam

Moore, Moränen und besondere Fische wie die Fontane-Maräne. Das Land Brandenburg punktet mit Landschaft: Die Naturparks Nuthe-Nieplitz, Stechlin-Ruppiner Land und Uckermärkische See tragen nun ein fünf Jahre gültiges Qualitäts-Gütesiegel. Insgesamt acht von elf märkischen Landschaftsgebieten haben damit schon grünes Licht vom bundesweiten Umwelt-TÜV bekommen.

Unabhängige Scouts besuchen die Gebiete, bewerten die Arbeit und prüfen, ob die Selbstauskunft der Parkverwaltung dem Praxistest standhält. Der Fragebogen umfasst mehr als 90 Seiten: Wie hoch ist der Anteil der Schutzgebiete? Verwendet das Besucherzentrum Energiesparlampen? Und wie steht es eigentlich mit dem touristischen Angebot? Maximal 500 Punkte können die Parks beim Qualitätscheck des Verbands Deutscher Naturparks holen. Spitzenreiter unter den märkischen Parks war Nuthe-Nieplitz mit rund 400 Punkten.

Besonders gut gefallen hat den Testern dort die "Naturparkschule". Schüler ab der ersten Klasse lernen dabei alles rund um die heimische Flora und Fauna. Für Lehrer gibt es Fortbildungen. Eltern und die umliegenden Gemeinden werden in die Aktivitäten einbezogen. Auch die 48-Stunden-Tour durch den Park, eine Bus-Safari, bei der die Besucher auch Hofläden und Handwerksbetriebe besuchen, kam gut an. "Das ist eine Auszeichnung für die gesamte Region", betont Hubertus Meckelmann, Chef des auf einem früheren Militärgebiet liegenden Parks zwischen Jüterbog (Teltow-Fläming) und Beelitz (Potsdam-Mittelmark).

Alle Naturparks seien "wichtige Ideenträger für die Entwicklung der ländlichen Räume", sagte auch Umweltministerin Anita Tack (Linke) bei der Vorstellung der Ausgezeichneten. So befindet sich die Hälfte der Ökoanbauflächen Brandenburgs in den 15 märkischen Naturlandschaften, zu denen auch ein Nationalpark und drei Biosphärenreservate gehören. Besonders Tagestouristen aus Berlin suchen gerne Erholung in der märkischen Natur. Aber auch Polen, Skandinavier und "Revivaltouristen" aus den südlichen neuen Bundesländern besuchen laut Meckelmann die Parks. Frühere DDR-Bürger, die vielleicht schon zu Jugendzeiten in der Region ihre Ferien verbracht haben und zwischendurch die halbe Welt bereisten, wandeln nur gerne wieder in den Wäldern ihrer Kindheit.

In den Naturparks Stechlin-Ruppiner Land und Uckermärkische Seen im Norden des Landes bewegt man sich besser per Boot: Die Erholungsgebiete punkten mit einem ausgeklügelten Wasserwanderleitsystem, einer Art Schilder-Navi, das Sportler zu Anlegestellen und Sehenswürdigkeiten lotst ohne Tiere wie Schellenten und Fischadler zu verschrecken. "Wir sind eines der größten Wasserschutzgebiete in Mitteleuropa", sagt Mario Schrumpf, leidenschaftlicher Hobbypaddler und Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Auf 386 Punkte brachte es der Park mit Badeseen in Trinkwasserqualität. Bemängelt haben die Tester hingegen den uninformativen Internetauftritt des Parks.

Bei allen Naturlandschaften gebe es "echte Marketinglücken", räumt auch Parkchef Meckelmann ein. 27.000 Gäste haben in diesem Jahr bereits das Besucherzentrum in Trebbin (Teltow-Fläming) besucht – fast doppelt so viele wie 2012. Trotzdem sei sogar auf dem Berliner Tourismusmarkt noch zu wenig bekannt, welche Perlen Brandenburg zu bieten habe – auch über einen Tagesausflug hinaus.

Von Marion Kaufmann

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