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Brandenburg Brandenburger hortete Rauschgift für Online-Händler
Brandenburg Brandenburger hortete Rauschgift für Online-Händler
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00:30 01.07.2019
Sichergestellte Ecstasy-Pillen – gezeigt während der BKA- Pressekonferenz zum Ende der Online-Plattform „Chemical Revolution“ Quelle: Silas Stein/dpa
Potsdam/Wiesbaden

Der Polizei ist ein empfindlicher Schlag gegen den Drogenhandel im Internet gelungen. Der deutschlandweit größte Drogen-Onlineshop sei nach monatelangen Ermittlungen abgeschaltet worden, teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag mit. Elf mutmaßliche Mitglieder der Plattform „Chemical Revolution“ seien wegen dringenden Tatverdachts (bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln) festgenommen worden.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war laut LKA die Festnahme eines 26-jährigen Tatverdächtigen aus Brandenburg/Havel im Frühjahr 2018. Er hatte nach Erkenntnissen des BKA erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln für den illegalen Online-Handel gebunkert. Bei dem Mann wurden unter anderem knapp 50 Kilogramm Amphetamin, 16 Kilogramm Cannabis, 2 Kilogramm MDMA (wichtigster Wirkstoff in Ecstasy-Tabletten) 900 Gramm Kokain und 600 Gramm Heroin sichergestellt. Er soll die Drogen aufbewahrt und für den Versand zum Endkunden vorbereitet haben.

Am Flughafen geschnappt

Als Hauptverdächtiger gilt nach Angaben der Ermittler ein 26 Jahre alter Mann aus dem Großraum München. Er soll den Drogen-Onlineshop im September 2017 aufgebaut, den Verkauf über das Internet betreut, die Beschaffung des Rauschgifts koordiniert und die Finanzen verwaltet haben. Der Mann lebte zuletzt auf Mallorca und wurde Ende Mai bei seiner Einreise nach Deutschland festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Gegen ihn lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen vor.

Unter den Inhaftierten befindet sich auch ein weiterer Brandenburger, teilte das BKA mit, ein 35-Jähriger aus Teltow-Fläminmg. Er soll grenzüberschreitend als Drogenkurier unterwegs gewesen sein. Acht der elf Tatverdächtigen sind Deutsche, zwei kommen aus Polen und einer aus den Niederlanden.

Es gab Mengenrabatt, Kundenkommentare zur Qualität und „Sparwochen“ für bestimmte Rauschmittel: „Chemical Revolution“ unterschied sich in manchen Details kaum von legalen Internetshops, sagte der Sprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, Georg Ungefuk. Allerdings lief die Bezahlung über die Kryptowährung Bitcoin. Ausgeliefert wurde per Post, oft an fingierte Briefkästen.

Von Thorsten Keller und Andrea Löbbecke

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