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Brandenburg Dürresommer: Bauern erhalten 104 Millionen Euro Hilfen
Brandenburg Dürresommer: Bauern erhalten 104 Millionen Euro Hilfen
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12:44 29.08.2019
Trockenes, abgeerntetes Getreidefeld. Quelle: Jens Büttner/dpa
Potsdam

Brandenburger Landwirte haben im Jahr 2018 wegen der Dürre und anderer klimatischer Ereignisse wie Hagel und starkem Regen Ertragsausfälle von 104 Millionen Euro gemeldet. Diese Summe zahlten Land und Bund an märkische Bauern als Kompensation, wie das Landwirtschaftsministerium auf Anfrage der Grünen mitteilte. Die Summe liegt damit dramatisch höher als in den Vorjahren. 2017 etwa reichten staatliche Stellen Ausfallhilfen in Höhe von 13,6 Millionen Euro aus – 2013 waren es 24 Millionen.

Staat zahlt, wenn Existenznot droht

Ernteausfälle werden erstattet, wenn Antragsteller belegen können, dass sie mindestens 30 Prozent weniger Erträge als im Durchschnitt anderer Jahre einfuhren, die Ausfälle die Existenz der Betriebe bedrohen und der Schaden einen bestimmten Mindestwert überschreitet. 778 Anträge auf Dürrehilfe wurden gestellt, 735 davon bewilligt, teilte das Ministerium mit.

Brandenburgs Landwirtschaft ist im europäischen Vergleich vor allem wegen der besonders armen Böden überdurchschnittlich heftig von der Klimakrise betroffen“, sagt Grünen-Landwirtschaftsexperte Benjamin Raschke. Das zeigten nun auch die nackten Zahlen. Die tatsächlichen Ernteausfälle dürften nach Ansicht Raschkes „um ein Vielfaches höher liegen“, da Bauern bei weitem nicht die komplette Schadenssumme erstattet bekämen und viele Ausfälle gar nicht angezeigt würden.

Grüne fordern besseres Wassermanagement

Raschkes Auffassung nach fehlt in Brandenburg „ein systematisches Konzept zum Schutz und zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.“ Solch ein Konzept müsse darauf zielen, Wasser besser in der Landschaft zurückzuhalten. Gewässerrandstreifen, das Anpflanzen von Hecken oder Weinanbau müssten besser gefördert werden.

Weiter fordert Raschke die Reduzierung von Klimagasen, den Ausbau des ökologischen Landbaus und Humusaufbauprojekte. Ökologischer Landbau könne Wetterextreme viel besser abfedern, mache in Brandenburg derzeit aber nur zwölf Prozent der Agrarflächen aus.

Die Landesregierung hat unter anderem 3,5 Millionen Euro als Beihilfe zum Futterzukauf an Landwirte ausgezahlt. Zur Schadensbegrenzung für Betreiber geschädigter Aquakulturen – etwa wegen ausgetrockneter Fischteiche – gab es etwa 400.000 Euro Landesgeld.

Von Ulrich Wangemann

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