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Brandenburg EU-Kredit für Flüchtlinge
Brandenburg EU-Kredit für Flüchtlinge
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18:45 17.12.2015
Massenunterkünfte können keine Dauerlösung sein.
Massenunterkünfte können keine Dauerlösung sein. Quelle: dpa
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Potsdam

Das Land Brandenburg erhält als erste Region überhaupt ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) zum Bau und Umbau von Flüchtlingsunterkünften. Am Donnerstag unterzeichneten die EIB und die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) einen Rahmenvertrag über einen Kredit in Höhe von 120 Millionen Euro, wie die EIB mitteilte. Brandenburg könne mit dem Darlehen Kredite für die Mittelvergabe an Kommunen günstiger refinanzieren.

„Der heutige Vertrag wird ländlichen und städtischen Gebieten in Brandenburg helfen, Unterkünfte für tausende Menschen zu schaffen“, erklärte EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle. Die Europäische Investitionsbank ist demnach bereit, in den kommenden Monaten ähnliche Projekte auch in anderen EU-Ländern zu unterstützen.

Land profitiert von günstigen Darlehen der EU-Bank

Städte und Gemeinden erhalten die Gelder für ihre Bauvorhaben vom Landesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der ILB. Diese profitieren wiederum von den günstigen Darlehensbedingungen der EIB. Schon bis Ende des Jahres sollen so etwa hundert Vorhaben im ganzen Land indirekt von dem EIB-Darlehen profitieren. Das Programm läuft bis zum Jahr 2018.

Der EIB zufolge nimmt Brandenburg im laufenden Jahr mit voraussichtlich 30.000 Flüchtlingen fünf Mal so viele Menschen auf wie im Gesamtjahr 2014. Zugleich gehöre das Bundesland mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von weniger als 90 Prozent des EU-Durchschnitts zu den weniger entwickelten Regionen Deutschlands. Langfristig sollen die mit Hilfe der EIB gebauten Wohnungen preiswert zu Wohnungen für ältere Menschen und Studenten oder in Büros umgewandelt werden und so allen Brandenburgern zugute kommen.

Von MAZ-online

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