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Brandenburg Prozess um Badetod einer Grundschülerin - Anklage legt Berufung ein
Brandenburg

Eberswalde: Prozess um Badetod einer Grundschülerin - Anklage legt Berufung ein

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21:15 29.09.2021
ARCHIV - Blick am 21.04.2016 auf den Werbellinsee nahe Joachimsthal (Brandenburg). Eine siebenjährige Schülerin aus Berlin ist während einer Klassenfahrt in einem See in Brandenburg ertrunken. Das Unglück ereignete sich im Werbellinsee nordöstlich von Berlin. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa «Berliner Schulmädchen bei Klassenfahrt in Brandenburg ertrunken» vom 07.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - Blick am 21.04.2016 auf den Werbellinsee nahe Joachimsthal (Brandenburg). Eine siebenjährige Schülerin aus Berlin ist während einer Klassenfahrt in einem See in Brandenburg ertrunken. Das Unglück ereignete sich im Werbellinsee nordöstlich von Berlin. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu dpa «Berliner Schulmädchen bei Klassenfahrt in Brandenburg ertrunken» vom 07.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Eberswalde/Berlin

Wegen des Badetodes einer Grundschülerin im Werbellinsee (Landkreis Barnim) hat das Amtsgericht Eberswalde vier Pädagogen zu Geldstrafen verurteilt - das ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft zu wenig. „Wir haben Berufung gegen das Urteil eingelegt“, sagte Ricarda Böhme, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Mittwoch auf Anfrage. „Die Strafhöhe ist zu milde.“ Die Behörde hatte Freiheitsstrafen nicht unter zehn Monaten beantragt - ausgesetzt zur Bewährung. Zunächst hatten die „Märkische Oderzeitung“ und die „B.Z.“ berichtet.

Das Gericht hatte die drei Lehrerinnen und eine Erzieherin im Alter zwischen 30 bis 52 Jahren am Montag wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zu Geldstrafen in Höhe von rund 4000 bis 10 100 Euro verurteilt - je nach Gehalt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die vier Angeklagten ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten.

Hätte der Tod verhindert werden können?

Die damals siebenjährige Grundschülerin aus Berlin-Neukölln, die nicht schwimmen konnte, war während eines Klassenausfluges am 6. Juni 2016 leblos aus dem Wasser gezogen worden und starb noch am selben Abend im Krankenhaus. Das Mädchen hätte in dem teils 1,20 tiefen Wasser nicht überall stehen können.

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Die vier Frauen wären verpflichtet gewesen, die Wassertiefe am Badeort genauestens festzustellen, hätten dies jedoch unterlassen, urteilte das Gericht. Für die Berufung ist das Landgericht Frankfurt (Oder) zuständig.

Von RND/dpa