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Brandenburg 1976 war ein noch schlimmeres Waldbrandjahr für Brandenburg
Brandenburg 1976 war ein noch schlimmeres Waldbrandjahr für Brandenburg
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20:36 24.08.2018
Bei Treuenbrietzen brennt eine Fläche so groß wie etwa 400 Fußballfelder. Quelle: dpa
Potsdam

Trockene Böden, knorrige Kiefern: Brandenburg gilt als das Bundesland mit der höchsten Waldbrandgefahr. 2018, soviel ist jetzt schon klar, wird dabei als eines der heftigsten Waldbrandjahre in die jüngere Geschichte eingehen. Der Landesbetrieb Forst zählte bis zum 22. August, also vor Ausbruch der Brände bei Treuenbrietzen, 405 Waldbrände mit einer Schadensfläche von 691 Hektar.

Am Freitag loderte das Feuer auf etwa 430 Hektar, so dass schon jetzt eine Schadensfläche von etwa 1130 Hektar zu verzeichnen ist. Das ist deutlich mehr als im letzten großen Waldbrandjahr im trockenen Sommer von 2003. Damals wurden laut Landesbetrieb 600 Hektar bei 679 Bränden vernichtet.

Ein weiterer Blick zurück – die Statistik reicht bis 1975 –zeigt, dass es noch heftigere Waldbrandjahre gab. Die verheerendste Bilanz weist das Jahr 1976 auf, als 1259 Brände eine Fläche von 2296 Hektar vernichteten.

Seit Donnerstag kämpfen Feuerwehrleute gegen den Großbrand, der die Ortschaften Klausdorf, Frohnsdorf und Tiefenbrunnen bedrohte.

Feuerwarnsystem zeigt Wirkung

Zwischen 1975 und 2001 brannte es in märkischen Wäldern im Schnitt 481 mal pro Jahr. Nach 2002 geht die Zahl der Waldbrände in Brandenburg deutlich nach unten auf 258 Brände pro Jahr. Das dürfte mit dem 2002 eingeführten Feuerwarn- und Erkennungssystem Fire Watch zu tun haben. 107 Sensoren sind bei diesem System landesweit verteilt. Sie scannen die Wälder oberhalb der Baumkronen, erkennen Rauchwolken und schlagen bei den Waldbrandzentralen Alarm. Aus Brandenburger Sicht hat sich das System also durchaus bewährt.

Auffällig: Zwischen 1975, dem Beginn der vorliegenden Waldbrandstatistik, und der Mitte der 1990er Jahre sind die Schäden durch Waldbrände besonders hoch. Das könnte nach Einschätzung des Umweltministeriums mit Bränden auf den abgeschirmten Gebieten der sowjetischen Streitkräfte zusammenhängen.

Von Torsten Gellner

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