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Brandenburg Eltern fürchten Risiken des Internets
Brandenburg Eltern fürchten Risiken des Internets
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21:33 20.11.2013
Das Internet birgt Gefahren. Quelle: dpa
Potsdam

„Sie machen sich Sorgen, weil die Kontakte über das Internet in den letzten Jahren sehr zugenommen haben“, sagt Wolfgang Seelbach, Sprecher des Brandenburger Landeselternrats. Er fordert: In den Schulen sollte stärker über die Risiken der Web-Kommunikation aufgeklärt werden.

Laut Brandenburger Bildungsministerium besteht „kein Aufklärungsproblem“, so Sprecher Stephan Breiding. „Die Schüler werden im Unterricht an neue Medien herangeführt, das ist Bestandteil der Lehrpläne.“ Elternrats-Chef Seelbach bezweifelt jedoch, dass die Lehrer die Vorgaben gut umsetzen. „Wir machen die Erfahrung, dass sich viele um das Thema herumdrücken.“

An Interesse mangelt es nach Angaben des Landesverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht. „Wir stellen fest, dass sich viele Kollegen in diesem Bereich fortbilden“, sagt der Landesvorsitzende Günther Fuchs. Er wirbt darum, dass Eltern und Lehrer beim Thema Internet mehr kooperieren. Er wird dabei vom Landeselternrat unterstützt. „Eltern können die Initiative ergreifen, auf Lehrer zugehen und Spezialisten einladen“, sagt Wolfgang Seelbach.

Der Potsdamer Verein „Aktion Kinder- und Jugendschutz“ rät Eltern, sich mehr über das Netz zu informieren, mit ihren Kindern zu reden und technische Vorkehrungen zu treffen, um Kontakte zu Fremden einzuschränken. Beim Bildungsministerium hält man wenig von Verboten. „Jugendliche lassen sich kaum reinreden, wenn es um das Ausprobieren von Neuem geht“, so Sprecher Breiding. Letztlich zeige dies auch der tragische Fall aus Eichwalde.

Nach ersten Informationen hatte die Mutter der Getöteten ihre Tochter vor einer Beziehung mit dem 20-jährigen Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen gewarnt. Als sich das Mädchen von ihm zurückziehen wollte, soll es zu der tragischen Tat gekommen sein.

Der mutmaßliche Täter, der in Untersuchungshaft sitzt, äußerte sich am Mittwoch nicht zu den Vorwürfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Cottbus.

Von Angelika Pentsi

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