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Brandenburg Engpass wegen Corona: Nonnemacher ruft zu Blutspende auf
Brandenburg Engpass wegen Corona: Nonnemacher ruft zu Blutspende auf
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12:11 18.03.2020
Auch in der derzeitigen Coronakrise werden weiterhin Blutspender gebraucht. Quelle: Matthias Stein/dpa
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Potsdam

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat dazu aufgerufen, weiterhin Blut zu spenden. „Blutspenden sind für die medizinische Versorgung unverzichtbar“, sagte Nonnemacher am Mittwoch.

Prinzipiell gelte, wie auch während der normalen Grippezeit: Man könne Blut spenden, wenn man sich gesund und fit fühlt. Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungssymptomen sowie Durchfall würden generell nicht zur Blutspende zugelassen, hieß es. Die Blutspende sei ein sehr standardisierter Vorgang, der höchsten Hygieneansprüchen genügt. Die Bestimmungen gewährleisteten einen hohen Schutz für die Spender, die entnommenen Spenden und die daraus hergestellten Arzneimittel.

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Wegen Corona: Deutsches Rotes Kreuz appelliert bereits am Montag an mögliche Spender

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz Nord-Ost hatte bereits am Montag mit großer Dringlichkeit an alle gesunden Menschen ab 18 Jahren appelliert, die regulären Blutspendetermine wahrzunehmen. Alle sieben Sekunden brauche ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion – auch während der Coronakrise.

Lesen Sie auch: Alle wichtigen Infos zur Entwicklung der Coronakrise im Liveblog

Präparate aus Spenderblut könnten vielfach Leben retten. „Sollten in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“, sagte Torsten Tonn, der medizinische Geschäftsführer des DRK- Blutspendedienstes Nord-Ost.

Blutkonserven nur kurz haltbar – Spender auch in den kommenden Wochen nötig

Auf Nachfrage der MAZ hieß es am Dienstag, gerade aufgrund der kurzen Haltbarkeit von Blutpräparaten, die zum Teil nur fünf Tage lang haltbar sind, sei es außerdem wichtig, dass weiterhin kontinuierlich gespendet werde. Deswegen seien Spenden nicht nur in dieser Woche, sondern auch in der kommenden und der darauf folgenden Woche weiterhin unbedingt notwendig. Mögliche Spender müssen deswegen nicht zwangsläufig sofort spenden gehen, sondern könnten dies auch in der kommenden Woche tun.

Wer den Verdacht hat, sich mit Coronavirus infiziert zu haben, solle natürlich nicht zu einem Blutspendetermin kommen, sondern einen Hausarzt telefonisch kontaktieren. Auf den Blutspendeterminen wird man nicht auf das neuartige Coronavirus getestet.

DRK-Blutspendedienst beantwortet alle wichtigen Fragen

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost beantwortet die wichtigsten Fragen zum Coronavirus (Covid-19) und erklärt aktuelle Vorkehrungen zur Sicherheit von Blutspendern und Helfern auf allen Blutspendeterminen auf dieser Internetseite.

Spendewillige sind gebeten, sich kurzfristig im Internet oder über die kostenfreie Hotline zu informieren, ob der in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt: www.blutspende.de und Telefon 0800 11 94911.

Das müssen Sie zum Coronavirus wissen

Von Ansgar Nehls

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