Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Erfolgsjahr für Filmstandort Berlin-Brandenburg
Brandenburg Erfolgsjahr für Filmstandort Berlin-Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:37 02.02.2017
Filmszene aus „Tschick“, ein Roadmovie, das von der Freundschaft zwischen Maik und Tschick erzählt, einem Spätaussiedler aus Russland. Quelle: : Reiner Bajo
Berlin

Von „Bridge of Spies“ bis „Jim Knopf“ – das zurückliegende Berlin-Brandenburger Filmförderjahr hatte keinen Mangel an Höhepunkten. Zu Jahresanfang erhielt Mark Rylance einen „Oscar“ für seine Rolle als sowjetischer Spion im Agententhriller „Bridge of Spies“, der auch an der Glienicker Brücke gedreht wurde. Und das Jahr endete mit Dreharbeiten in Babelsberg für den Kinofilm „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Für die Chefin des Berlin-Brandenburger Medienboard Kirsten Niehuus war es insgesamt ein „Erfolgsjahr“ für den Filmstandort. Mit Blick auf die am 9. Februar beginnende Berlinale hofft Niehuus, dass sich diese Entwicklung auch in diesem Jahr fortsetzt. Immerhin sind 21 vom Medienboard geförderte Filme im Festivalprogramm enthalten.

Serienrausch führt zu Drehtage-Rekord

Ihre Mitarbeiter zählten rund 5000 Drehtage in der Region im vorigen Jahr, davon gut 2000 für Projekte, die das Medienboard selbst förderte. 2015 seien es insgesamt noch etwa 4700 Drehtage gewesen. 26,5 Millionen Euro gingen insgesamt in die Filmförderung (Gesamtvolumen Medienboard: 31,8 Millionen Euro) – unter anderem für 42 Spielfilme, fünf Serien sowie Verleih und Festivalauftritte. Zum Drehtage-Rekord habe besonders der „Serienrausch“ beigetragen: Tom Tykwers „Babylon Berlin“, Matthias Schweighöferss „You are Wanted“ sowie die Neuköllner Gangsterstory „4 Blocks“, die Netflix-Serie „Dark“ oder die zweite Staffel von „Sense 8“.

Filmszene aus „Bridge of Spies“. Quelle: Twentieth Century Fox

Medienboard-Chefin Niehuus verteidigte den sogenannten Regionaleffekt für Spielfilm- und Serienproduktionen. Der soll Auskunft geben, wie effektiv die jährlichen Filmfördergelder eingesetzt wurde. „Für ein Förder-Euro wurden 5,66 Euro in Berlin-Brandenburg ausgegeben“, sagte sie. Das heißt: Der Regionaleffekt liegt bei 566 Prozent – das ist ein Spitzenwert der Länder.

Medienboard-Chefin verteidigt Regionaleffekt

Zuletzt hatte der Landesrechnungshof Brandenburg die Ermittlung des Regionaleffekts durch das Medienboard öffentlich in Frage gestellt. Dieser Regionaleffekt habe „eine eingeschränkte Aussagekraft hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolgs der Filmförderung“, so lautete im Oktober 2016 die Kritik der Prüfer. Das Medienboard und ihre Chefin bleiben bei ihrer Berechnung. Dieses Thema sei ausgiebig diskutiert worden, hieß es. Das zuständige Wirtschaftsministerium hatte mitgeteilt, dass alle Fördereinrichtungen des Bundes und der Länder dieselbe Berechnungsmethode anwenden würden. Es gebe also keine Gründe, davon abzurücken.

Nach einer neuen Studie hat die deutsche Filmindustrie nicht nur kulturelle, sondern auch große wirtschaftliche Bedeutung. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sagte am Donnerstag, die Branche erwirtschaftet mit gut 160.000 Beschäftigten fast 25 Milliarden Euro im Jahr. Jeder Euro Wertschöpfung in der Filmwirtschaft ergibt durch positive Auswirkungen auf mitbeteiligte Unternehmen 1,60 Euro Wertschöpfung in der gesamten Volkswirtschaft, heißt es in der Studie. Je ein direkt Beschäftigter führe zu einem Gesamteffekt von 2,1 Erwerbstätigen. „Die Filmwirtschaft hat also große Strahlkraft“, so die Schlussfolgerung. Bei den Fördergeldern steht dagegen vor allem das Kino im Fokus. Insgesamt unterstützen Bund und Länder den heimischen Film mit 224 Millionen Euro. Hinzu kommen 50 Millionen Euro aus dem Filmförderfonds sowie weitere 10 Millionen aus dem 2015 aufgelegten German Motion Picture Fund für internationale Koproduktionen.

Von Igor Göldner

Ulbricht, Honecker und Co. führten für DDR-Verhältnisse ein Leben im Luxus: In der Wohnsiedlung der früheren SED-Parteiführung in Wandlitz (Barnim) gab es ein Schwimmbad, einen Tennisplatz und eine eigene Kaufhalle mit Westprodukten. Ab Juni stehen die ehemaligen Wohnhäuser unter Denkmalschutz.

02.02.2017

Um diese Kneipe in Berlin-Friedrichshain hatte es immer wieder Ärger gegeben. Nun hat ein Berliner Gericht geurteilt, dass die Betreiber die „Kadterschmiede“ in der Rigaer Straße nicht räumen müssen. In der Straße war es immer wieder zu gewalttätigen Auseinadersetzungen zwischen der Polizei und Links-Autonomen gekommen.

02.02.2017

Wieder einmal wurde die Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit von der Polizei gestürmt. Hier verkehrte auch der Berlin-Attentäter Anis Amri. Der Moschee-Verein ist Mieter in einem ganz normalen Wohnhaus. Die Nachbarn leben mit den Razzien – und der Angst.

02.02.2017