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Brandenburg Der erste 5G-Funkmast in Brandenburg geht in Bernau ans Netz
Brandenburg Der erste 5G-Funkmast in Brandenburg geht in Bernau ans Netz
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14:17 10.10.2019
Der neue Mobilfunkstandard erreicht langsam auch Brandenburg. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Potsdam/Bernau

Das neue Mobilfunkzeitalter erreicht Brandenburg. Das Unternehmen Vodafone will am kommenden Montag den ersten Funkmast mit dem neuen Standard 5G in Brandenburg in Betrieb nehmen. Die Station steht in Bernau (Barnim), teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Zum offiziellen Start der fünften Mobilfunkgeneration in Brandenburg werden Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und Digitalkoordinator Thomas Kralinski erwartet, hieß es. Die Station steht den Angaben zufolge im Gewerbegebiet Bernau-Rehberge. Dass damit aber eine Ausbauoffensive im ländlichen Raum verbunden ist, ist nicht zu erwarten. Die Mobilfunkunternehmen werden sich zunächst auf Städte und Ballungsgebiete konzentrieren.

Stationen haben geringere Reichweite

Die Telekom hatte Anfang September ihr 5G-Netz in fünf Städten gestartet: Berlin, München, Köln, Bonn und Darmstadt. In Berlin versorgen 66 Antennen die Bezirke Schöneberg, Mitte und Kreuzberg. Da 5G-Zellen eine geringere Reichweite haben, sind für eine Abdeckung deutlich mehr Antennen nötig als bei den bisherigen Standards. Deswegen wird in der Politik immer wieder darüber gestritten, ob eine vollständige Netzabdeckung mit dem superschnellen Netz in Deutschland überhaupt möglich ist und 5G buchstäblich an jeder Milchkanne verfügbar sein muss.

Selbst unter dem Mobilfunkstandard der dritten und vierten Generation (3G/4G/LTE) klaffen in Brandenburg vielerorts noch Lücken, da es für Mobilfunkanbieter nicht lukrativ ist, in dünner besiedelte Gebiete zu investieren.

Land plant eigenes Ausbauprogramm

Wirtschaftsminister Steinbach hatte im Mai deswegen ein eigenes Mobilfunkausbauprogramm angekündigt, um die weißen Flecken zu beseitigen. Damit soll der Bau von Funkmasten in jenen Landesteilen unterstützt werden, in denen sich die großen Mobilfunkbetreiber wie die Telekom, Vodafone und Telefónica bislang aus wirtschaftlichen Gründen weigern, selbst zu bauen.

„Eigentlich ist das gar nicht unsere Aufgabe“, hatte Minister Steinbach dazu gesagt. Als unterversorgt gilt für die Brandenburger Landesregierung eine Region, wenn es dort nicht mindestens den Mobilfunkstandard der dritten und vierten Generation zur mobilen Datenübertragung gibt.

Wie viel Geld Brandenburg dafür in die Hand nehmen will, ist noch offen. Das Land will nicht genutzte EU-Mittel aus dem Efre-Fonds in die Hand nehmen und mit einer 80prozentigen Förderung Anreize für den Bau neuer Masten schaffen. Das Programm muss aber von der Europäischen Kommission genehmigt werden, weil mit der Förderung von Funkmasten in den freien Markt eingegriffen wird.

Von Torsten Gellner

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