Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Umstrittener Ex-JA-Chef Marvin Neumann jetzt Sprecher der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag
Brandenburg

Ex-Chef der "Jungen Alternative" Marvin Neumann jetzt Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:14 09.06.2021
Erst im April wurde der Brandenburger Marvin Neumann (rechts) zum Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ im hessischen Volkmarsen gewählt.
Erst im April wurde der Brandenburger Marvin Neumann (rechts) zum Vorsitzenden der „Jungen Alternative“ im hessischen Volkmarsen gewählt. Quelle: Peter Hartenfelser via www.imago-images.de
Anzeige
Potsdam

Der frühere Bundesvorsitzende der Jungen Alternative (JA), Marvin Neumann, ist inzwischen Pressesprecher der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Das bestätigte Fraktionschef Christoph Berndt am Dienstag nach der Fraktionssitzung auf Nachfrage des rbb. Neumann war Anfang Mai aus der AfD ausgetreten, nachdem er wegen früheren Äußerungen in sozialen Medien in die Kritik geraten war.

In einem internen Schreiben der vom AfD-Bundesvorstand berufenen parteiinternen Arbeitsgemeinschaft Verfassungsschutz von Ende April war unter anderem ein Tweet von Neumann angeführt worden, in dem es hieß: „Es gibt keine „Schwarze(n) Deutsche(n) und Europäer“. Sie sind bestenfalls Teil der Gesellschaft und besitzen bestimmte Staatsbürgerschaften, aber sie sind nicht Teil einer tradierten authentischen “europäische(n) Identität““.

„Junge Alternative“ seit 2019 als „Verdachtsfall“ eingestuft

Die Arbeitsgemeinschaft hatte dem Parteivorstand geraten, Neumann zum Rücktritt aufzufordern und ihm die Mitgliedsrechte zu entziehen. Andernfalls drohe eventuell eine Beobachtung der JA als erwiesen extremistische Bestrebung durch den Verfassungsschutz. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die Junge Alternative Anfang 2019 als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft.

Die JA hatte zu dem Rücktritt erklärt, sie bedauere, dass Neumann „von weiten Teilen des AfD-Bundesvorstands“ zum Austritt aus der Partei gedrängt worden sei. „„Es kann nicht sein, daß selbst innerhalb der AfD die linke Cancel Culture Einzug hält“, hieß es in der Erklärung des JA-Bundesvorstands weiter.

Von dpa