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Brandenburg Experten-Gutachten entlastet den Wolf
Brandenburg Experten-Gutachten entlastet den Wolf
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18:29 05.07.2017
  
   Quelle: dpa
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Potsdam

 Die vor zwei Wochen im Amt Unterspreewald (Dahme-Spreewald) tot gefundenen Kälber sind nicht von einem Wolf gerissen worden. Das geht aus dem Gutachten des Landesamtes für Umwelt hervor, wie die Behörde am Mittwoch in Potsdam mitteilte.

Vor rund zwei Wochen teilte der Bauernbund Brandenburg mit, dass in Leibsch ein Kalb mit typischen Bissverletzungen auf der Weide gefunden worden. An den Hinterkeulen sei das Fleisch bis auf die Knochen abgefressen gewesen, sagte Besitzer Frank Michelchen, der auch Wolfsbeauftragter des Bauernbundes ist, damals.

Eine veterinärpathologische Untersuchung der beiden Kadaver hat jetzt jedoch ergeben, dass das Kalb in Leibsch an Austrocknung gestorben sei. Hinweise auf einen Riss habe es nicht gegeben. Später hätten kleinere Aasfresser sich Fleisch von dem toten Kalb einverleibt.

Das zweite tote Kalb im Nachbarort Märkische Heide sei eine Totgeburt gewesen. Ein größerer Fleischfresser hat laut Gutachten von dem Kadaver gefressen. „Es kommt nur ein großer Hund oder ein Wolf in Frage“, sagte Behördensprecher Thomas Frey. Nach Einschätzung des Rissgutachters des Landes sei es vermutlich ein Wolf gewesen. Gefressen hat er also (vielleicht), getötet hat er das Tier aber nicht.

Von Charlotte Gerling

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