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Brandenburg FDP und Grüne: Keine Kinder in die Haasenburg
Brandenburg FDP und Grüne: Keine Kinder in die Haasenburg
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17:17 30.08.2013
Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert
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Potsdam

Jugendministerin Martina Münch (SPD) erklärte, dass sie das Ansinnen verstehen könne, ihr jedoch rechtlich die Hände gebunden seien.

Münch hatte am Donnerstag nur den Belegungsstopp für das Haasenburg-Heim in Müncheberg (Märkisch-Oderland) bis Mitte Oktober verlängert. In dem Heim in Neuendorf am See (Dahme-Spreewald) dürfen unter bestimmten Bedingungen neue Bewohner aufgenommen werden. Das dritte Haasenburg-Heim in Jessern (Dahme-Spreewald) ist vom Betreiber stillgelegt, etwa 40 Mitarbeiter erhielten die Kündigung. Die Haasenburg GmbH bestreitet Misshandlungsvorwürfe.

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Das weitere Verbot von Neuaufnahmen in Müncheberg begründete Münch damit, dass sich die Situation dort noch nicht beruhigt habe. „In Neuendorf ist dagegen eine pädagogisch vertretbare Lösung gefunden worden, mit der gespannten Situation umzugehen”, erklärte die Ministerin im Ausschuss.

Für Ende September erwartet Münch den Zwischenbericht der unabhängigen Untersuchungskommission, Ende des Jahres soll das Fazit folgen. In Gesprächen mit Jugendämtern und der Haasenburg GmbH sei dem Land ein Bild der Professionalität und Korrektheit von den Einrichtungen gezeichnet worden. Kritisch sei hingegen angemerkt worden, dass das Spektrum der aufgenommenen Jugendlichen viel zu breit sei. Allerdings sei den Jugendämtern oft keine andere Wahl geblieben, als ihre „schweren Fälle” in die Haasenburg-Heime zu schicken.

Diese Einrichtungen seien oft „das letzte Mittel der Wahl”, sagte Münch. Aber sie könnten auf eine 50-prozentige Erfolgsquote verweisen. Das sei ein beachtliches Resultat. dpa

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