FFP2, KN95, OP-Maske: Diese Regeln gelten zur Maskenpflicht in Brandenburg
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Brandenburg Maskenpflicht: Diese Regeln gelten in Brandenburg
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FFP2, KN95, OP-Maske: Diese Regeln gelten zur Maskenpflicht in Brandenburg

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16:42 15.04.2021
Brandenburg hat den Lockdown verlängert – vorerst bis zum 25. April. Damit gilt auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken fort.
Brandenburg hat den Lockdown verlängert – vorerst bis zum 25. April. Damit gilt auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken fort. Quelle: imago images/photonews.at
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Potsdam

Die Maskenpflicht in Brandenburg gilt fort. Das Landeskabinett in Brandenburg hat dafür die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängert. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 25. April. Und auch die am 13. April vom Bundeskabinett beschlossene bundesweit einheitliche Notbremse bei hoher Inzidenz, die frühestens in der Woche vom 19. April in Kraft tritt, hat Auswirkungen auf die Masken-Regeln.

Die Notbremse soll greifen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Inzidenzwert über 100 beträgt. Außer Kraft tritt sie, wenn die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt fünf Tage in Folge unter 100 ist. Dann werden am übernächsten Tag die verschärften Maßnahmen ausgesetzt.

Wo gilt die Maskenpflicht?

In Bussen und Bahnen (auch auf Bahnsteigen, an Haltestellen oder in Bahnhöfen) sowie beim Einkaufen müssen bisher entweder OP-Masken oder Masken der Standards KN95 oder FFP2 getragen werden.

Greift die bundesweite Notbremse, sind in Bus, Bahn und Taxi Masken mit FFP2-Niveau Pflicht.

Masken – wahlweise OP-Masken oder Masken auf FFP2-Niveau – müssen zudem weiter bei körpernahen Dienstleistungen (mit bundesweiter Notbremse nur medizinisch notwendige Behandlungen), bei Friseurbesuchen und in Arbeits- und Betriebsstätten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, getragen werden.

In Personenaufzügen ist grundsätzlich eine medizinische Maske zu tragen.

Für Besucher von Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeheimen gilt während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den zugehörigen Außenbereichen die Pflicht zum Tragen von Masken auf FFP2-Niveau.

Es besteht eine Pflicht von medizinischen Masken bei Besuchen von Tierparks, Wildgehegen, Zoologischen und Botanischen Gärten.

Lesen Sie auch: Verschärfte Maskenpflicht: Mit diesem Bußgeld müssen Maskenmuffel rechnen

Was sind medizinische Masken?

Als medizinische Masken gelten sogenannte OP-Masken (die weiß-hellblauen mit den elastischen Bändern) oder virenfilternde Masken der Standards KN95 oder FFP2, letztere mit einer CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer der notifizierten Stelle. Masken mit Außenventil sind nicht erlaubt.

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Für wen gilt die Pflicht zum Tragen von OP-, FFP2- oder KN95-Masken?

Grundsätzlich für alle Menschen, die sich in den genannten Bereichen aufhalten. Für das Personal in Geschäften reichen laut Verordnungsentwurf normale Mund-Nasen-Bedeckungen, ebenso für Therapeuten bei Dienstleistungen im Gesundheitsbereich.

Gibt es Ausnahmen?

Ja. Von der Maskenpflicht befreit sind Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, die mit diesen kommunizieren.

Ebenfalls auf das Tragen von Masken verzichten dürfen „Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen Bedeckung oder einer medizinischen Maske wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist“. Dies muss jedoch durch ein schriftliches ärztliches Attest, das im Original vorzuweisen ist, belegt werden.

Was ist mit Kindern?

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Maskenpflicht befreit.

Soweit für Kinder unter 14 Jahren keine passende medizinische Maske zur Verfügung steht, ist ersatzweise eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) zu tragen.

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Was ist beim Tragen zu Beachten?

Hochwertige Atemschutzmasken der Klassen KN95 oder FFP2 bieten nur dann einen besonders guten Schutz, wenn sie richtig getragen werden. Die Maske muss absolut korrekt angelegt sein und sehr dicht am Gesicht anliegen. Die Luft – und damit auch das Virus – strömt sonst ungefiltert durch die Lücken zwischen Gesicht und Maske.

Ein Problem haben Bartträger: Sie können eine FFP2-Maske meist gar nicht dicht aufsetzen. Schon beginnender Bartwuchs kann ein Problem darstellen, weil sich ein Abstand zwischen Haut und Maske bilden kann, durch die Luft ungefiltert ein- und ausströmt.

Von MAZonline