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Brandenburg Fall Rebecca: Warum dem Chef-Ermittler der Kragen platzt
Brandenburg Fall Rebecca: Warum dem Chef-Ermittler der Kragen platzt
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09:07 19.08.2019
März 2019: Eine Hundertschaft der Berliner Polizei sucht in einem Waldstück bei Storkow (Oder-Spree) nach der vermissten Rebecca Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Michael Schneider ist von seinen übersinnlichen Fähigkeiten überzeugt. So sehr, dass er seit mehr als einem halben Jahr Polizei und Medien (und anfangs auch die Familie des vermissten Mädchens) mit seinen „Unverlangt eingesandt“-Hinweisen behelligt, wo die im Februar verschwundene Rebecca gefunden werden könnte.

Michael Hoffmann, Chef der zuständigen Mordkommission, hat nun zum ersten Mal deutlich gemacht, wie sehr ihm der selbsternannte Seher auf die Nerven geht. In einer E-Mail, aus die der „Berliner Kurier“ zitiert, schreibt Hoffmann: „Sehr geehrter Herr Schneider, ich habe festgestellt, dass auch ich ein Seher bin. Ich habe vorhergesehen, dass Sie trotz meiner Bitte keine Ruhe geben!“

„Kontaktversuche sind nicht zielführend“

Weiter heißt es in der Mail: „Jetzt noch einmal – die Berliner Polizei geht keinen Hinweisen von Sehern, Geisterkontaktlern, Kartenlegern, Pendelschwingern, Kaffeesatzlesern, Wahrträumern, Wünschelrutengängern, remote Viewern, Astralwahrnehmern, Computerfrequenzauslesern usw. nach. Weitere Kontaktversuche, das sollten Sie eigentlich vorhersehen können, sind somit für Sie nicht zielführend“.

Die MAZ hat gründlich in ihrem Kaffeesatz gelesen und wagt die Voraussage, dass Michael Schneider Ermittlern und Redaktionen auch künftig Ratschläge geben wird, die keiner bestellt hat.

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Von MAZonline/tk

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