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Brandenburg Fast 60 Kilometer Stau – Polen öffnet weitere Grenzübergänge
Brandenburg Fast 60 Kilometer Stau – Polen öffnet weitere Grenzübergänge
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13:53 18.03.2020
Lkw stauen sich am frühen Morgen auf der Autobahn 12 vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Frankfurt (Oder)

Angesichts der immer länger werdenden Staus an den Brandenburger Grenzübergängen nach Polen wegen der Coronavirus-Kontrollen sind Mittwoch um Mitternacht von polnischer Seite drei weitere zusätzlich geöffnet worden. Küstrin an der Bundesstraße 1, die Stadtbrücke von Frankfurt (Oder) nach Slubice und Guben stehen nun bereit: Nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums jedoch nur für Fußgänger und Privatautos. Busse und Lastwagen können dort nicht passieren.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte dazu mit dem polnischen Außenminister Jacek Krzysztof Czaputowicz telefoniert. „Ich bin sehr erfreut, dass so schnell gehandelt wurde und danke dafür den polnischen Kollegen“, betonte Woidke. Die deutsch-polnische Grenze müsse dringend entlastet werden. Der Zustand sei für Lkw- und Pkw-Fahrer und ebenso die Anwohner insbesondere in Schwedt und Frankfurt (Oder) nicht zumutbar.

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Notversorgung für Menschen in Staus

Wartende Menschen in den Staus bekommen eine Notversorgung mit Getränken und Nahrungsmitteln, sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) in der gemeinsamen Sitzung der Landtagsausschüsse für Gesundheit und Inneres. Außerdem werde für sanitäre Einrichtungen an der Strecke gesorgt. Das sei über den Krisenstab mit dem Technischen Hilfswerk und den Autobahnmeistereien organisiert worden.

Stau von Frankfurt bis Storkow

Der Rückstau der Lastwagen und Autos auf der Bundesautobahn 12 reicht mittlerweile von Frankfurt (Oder) bis nach Storkow (Oder-Spree). Er sei auf fast 60 Kilometer angewachsen, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin, Jens Schobranski, auf Anfrage.

Am Vortag waren es etwa 15 Kilometer gewesen. Auf polnischer Seite wird laut Schobranski sehr genau kontrolliert. Es werde gefragt, wohin die Fahrer wollen, woher sie kommen und wie der Gesundheitszustand ist. „Auch Bundespolizisten sind auf deutscher Seite präsent“, sagte der Sprecher. Hier werde „nach Bedarf“ kontrolliert.

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Von RND/ms/dpa

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