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Brandenburg Hasso Plattner feiert in Potsdam mit 300 Gästen 20 Jahre HPI
Brandenburg Hasso Plattner feiert in Potsdam mit 300 Gästen 20 Jahre HPI
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06:30 29.10.2019
Noch bis einschließlich Mittwoch wird auf dem Campus Griebnitzsee der 20. Geburtstag des bekannten HPI gefeiert. Quelle: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dp
Potsdam

„Ein Aushängeschild“ für Deutschland nennt Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI). Eigentlich hätte sogar die Kanzlerin selbst auf der Jubiläumsgala zum 20. Geburtstag auf dem Campus am Griebnitzsee sprechen sollen. Aber Angela Merkel war auf einem anderen Jubiläum: 50 Jahre Internet.

Anfang im Herbst 1999 mit 77 Studenten

Erst vor 20 Jahren, nämlich im Herbst 1999 begann mit 77 Studierenden im Potsdamer Luftschiffhafen eine andere Erfolgsgeschichte der digitalen Welt. Es geht in der Festgala um Wissenschaft, Digitalisierung, Fortschritt und nicht zuletzt um die größte private Hochschulstiftung in Deutschland.

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Zur Feierstunde am Montag haben sich im Festzelt auf dem Campus Griebnistzsee in Potsdam neben dem Kanzleramtsminister auch Ministerpräsident Dietmar Woidke, Wissenschaftsministerin Martina Münch, Potsdams Bürgermeister Mike Schubert und sein Vorgänger Jann Jakobs (alle SPD) eingefunden. Auch die frühere Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU), ist da.

Vor 20 Jahren begann mit 77 Studierenden im Potsdamer Luftschiffhafen eine andere Erfolgsgeschichte der digitalen Welt. Es geht in der Festgala um Wissenschaft, Digitalisierung, Fortschritt und nicht zuletzt um die größte private Hochschulstiftung in Deutschland.

Weitsicht des Gründers Hasso Plattner

Braun dankt im Namen Merkels und der Bundesregierung für die Ausbildung junger Menschen an diesem Institut und lobt die Weitsicht des Gründers Hasso Plattners. „Wieso hat er es damals schon gespürt?“, fragt Braun. Dass man für die Digitalisierung interdisziplinäre Teams zusammenstellen müsse, dass man die Anwendungen vom Kunden aus denken und bei aller Technik auch an menschliche Verantwortung denken müsse? „Deutschland hat großartige Chancen in der Digitalisierung“, sagt Braun – auch wegen des HPI.

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Die sieht auch der Festredner August Wilhelm Scheer so, der auch bei SAP Aufsichtsrat war. Eine Besonderheit des HPI sei der Technologietransfer. Scheer nennt die am HPI entwickelte und nun weltweit erfolgreiche Datenbank Hana. Das HPI sei ein Glücksfall, weil es das Ingenieurwesen neu denke, nämlich als Software-Ingenieurwesen. Es baue die mentale Brücke, „sich zum Ingenieur zu bekennen, aber in ganz neuem Sinne.“ Das sei Plattners Verdienst.

HPI als Prachtkind der Wiedervereinigung

Der spricht dann nicht von Software, sondern erst von deutscher Geschichte. „Das HPI ist eine konsequente Folge der Wiedervereinigung“, sagt Plattner. Seine Idee, in Potsdam eine Universität zu gründen sei auf Manfred Stolpes Rat hin Institut umgesetzt worden. Von 450 investierten Millionen Euro spricht Plattner, von bald 23 Professoren und von 550 Studierende und 140 Doktoranden. Er habe versucht, das Ingenieurwesen in der Softwareentwicklung zu stärken. Sein Fazit nach 20 Jahren: „Es ist ein Prachtkind geworden.“ Ein Prachtkind, das weiter wachse mit Dependancen in Israel, Südafrika, China und New York und sich mit „Digital Health“ neue Felder erschließe. Nicht zuletzt bringe es Absolventen hervor, die selbst im Silicon Valley mit Kusshand genommen würden. „Wir haben viel erreicht und ich glaube, dass es gut weitergehen wird.“

Von Rüdiger Braun

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