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Brandenburg Brände in Brandenburg: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?
Brandenburg Brände in Brandenburg: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?
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17:43 25.08.2018
Nach den plötzlichen Bränden in Brandenburg gilt es nun, die Brandursache zu klären. Quelle: Julian Stähle
Brandenburg

Nach der Bekämpfung der großen Waldbrände bei Treuenbrietzen und Beelitz rückt jetzt die Ursachenforschung ins Zentrum. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) äußerte bereits den Verdacht, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. War ein Feuerteufel unterwegs? Die Polizei ermittelt mit Hochdruck.

Klar war bereits von Anfang an: Die Brände, die am Donnerstag erst rund fünf Hektar umfassten und sich dann rasend schnell auf 400 Hektar ausdehnten, waren an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. Der Verdacht liege nahe, dass es sich deshalb um eine Brandstiftung handeln könnte, erklärte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU).

Flammen müssen erst gelöscht sein, ehe ermittelt werden kann

Doch die Indizien der Ermittler gehen darüber hinaus. „Es gibt noch weitere Hinweise, denen nachgegangen werden muss“, sagt Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Samstag. Die Flammen müssten zunächst gelöscht sein, damit die Ermittler die Orte, wo zunächst die Flammen wüteten, genau untersuchen könnten. Am Freitagabend stellte er im rbb-Fernsehen erste Ergebnisse für Sonntag in Aussicht.

Unterdessen brach am Samstag auch in der Nähe von Beelitz etwas nördlich von Treuenbrietzen ein weiteres Feuer in einem Wald aus. Es konnte allerdings rasch unter Kontrolle gebracht werden - auch mit Hilfe von Hubschraubern, die dafür vorübergehend aus Treuenbrietzen abgezogen wurden. War es auch wieder Brandstiftung?

Panzer der Bundeswehr wurden angefordert

Die Löscharbeiten südlich von Treuenbrietzen sollten nach den Planungen der Einsatzleitstelle zumindest bis Montag andauern. Zur Verstärkung wurden auch Panzer der Bundeswehr angefordert. Sie sollten am Samstagabend Schneisen in den Wald schneiden, damit die Feuerwehrleute näher an die verbliebenen Glutnester konnten.

An der Einsatzzentrale in Frohnsdorf entspannte sich die Lage bereits. Eine Anwohnerin brachte den Rettungskräften Süßigkeiten und Bananen. Polizisten ließen sie allerdings nicht mit ihrem vollen Wagen auf das Gelände - entrüstet schleppte sie schließlich zu Fuß mehrere Kisten zu den Helfern. Die Hilfsbereitschaft sei riesig, hieß es immer wieder.

Normalität kann erst einkehren, wenn Brandursache geklärt ist

Das Ziel der Einsatzplanung war, dass die noch mehr als 100 Menschen, die Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen mussten, noch am Samstagabend zurückkehren konnten. Am Vortag waren bereits die Menschen aus Frohnsdorf erleichtert wieder in ihre Häuser gegangen. Doch Normalität kann in die Region wohl erst wieder einkehren, wenn die Brandursache geklärt ist.

Von MAZonline

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