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Brandenburg Freiwillige Feuerwehr, Lehrer, über 60-Jährige: Brandenburg erweitert Kreis der Impfberechtigten
Brandenburg

Feuerwehr, Lehrer, über 60-Jährige: Wer sich in Brandenburg impfen lassen kann

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14:59 23.04.2021
Leere Impfdosen vom Biontech Impfstoff Comirnaty stehen auf einem Tisch im Labor eines Impfzentrums.
Leere Impfdosen vom Biontech Impfstoff Comirnaty stehen auf einem Tisch im Labor eines Impfzentrums. Quelle: Marcus Brandt/DPA
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Potsdam

In Brandenburg können sich ab kommender Woche mehr Personen aus der Prioritätengruppe 3 um einen Impftermin bewerben. Ab dem 26. April können alle über Sechzigjährigen und alle Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe in Impfzentren und Hausarztpraxen mit allen vorhandenen Impfstoffen geimpft werden, teilte das Innenministerium am Freitag mit.

Außerdem können sich ab sofort auch Lehrer der weiterführenden Schulen impfen lassen. Bisher war das den Grundschullehrern und Kita-Beschäftigten vorbehalten. Auch die aktiven Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr können sich impfen lassen.

„Brandenburg bleibt seinem Kurs treu, Impfprioritäten nach personenbezogener Risikoeinschätzung und beruflichem Bedarf zu öffnen“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU). „Wir werden in den kommenden Wochen zusätzlichen Spielraum bei Biontech- und Moderna-Impfstoffen haben. Den nutzen wir, um Prioritäten zu öffnen und den Ärzten mehr Freiheit bei der Impfentscheidung zu geben“, kündigte er an.

Lehrer und Feuerwehrleute impfberechtigt

Dabei hätten weiterhin die Brandenburgerinnen und Brandenburger Vorrang, die aufgrund ihres Alters oder individueller Vorerkrankungen besonders gefährdet seien. „Wir werden aber auch gewährleisten, dass der Unterricht an Brandenburgs Schulen sicher stattfinden kann und dass unsere Feuerwehrleute rechtzeitig vor Beginn der Waldbrandsaison ausreichend geschützt sind“, sagte Stübgen.

Der Innenminister warnte vor überzogenen Erwartungen. Es könne weiterhin nur verimpft werden, was vom Bund geliefert wurde. „Wir machen den Weg frei für weitere Bedarfsgruppen, aber es kann noch eine Weile dauern, bis jeder einen Termin findet“, erklärte er.

Impfzentren am 1. Mai nicht geöffnet

Nachdem in Brandenburg 60.000 Impftermine mit Astrazeneca durch andere Impfstoffe ausgeglichen werden mussten, fehlt es in den Impfzentren nun an Impfstoff. In der kommenden Woche seien die Impfzentren daher nicht vollständig ausgelastet. Deswegen sollen die Impfzentren am 1. Mai, der dieses Jahr auf den Sonnabend fällt, geschlossen bleiben.

Man wolle den Beschäftigten auch einen freien Tag gönnen, so Stübgen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass in allen Impfsträngen viele Helfer tagtäglich bis zur Erschöpfung arbeiten“, sagte er.

Folgende Personen sind damit in Brandenburg derzeit impfberechtigt:

  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nach § 4 Absatz 1 Nr. 2 besteht,
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
  • Personen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr und beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks tätig sind.
  • Personen, die in Schulen, die nicht von § 3 Absatz 1 Nr. 9 erfasst sind, tätig sind.
  • Personen, die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind.

Von Torsten Gellner