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Brandenburg Finanzministerin Lange lehnt Vorschlag für eine Impfprämie ab
Brandenburg

Finanzministerin Katrin Lange (SPD) kritisiert Vorschlag einer Impfprämie

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16:24 18.11.2021
Der Vorschlag von Ex-Finanzminister Christian Görke (Linke), eine Impfprämie von bis zu 500 Euro zu zahlen, stößt in Brandenburg auf Kritik. Besonders Finanzministerin Katrin Lange (SPD) argumentiert dagegen.
Der Vorschlag von Ex-Finanzminister Christian Görke (Linke), eine Impfprämie von bis zu 500 Euro zu zahlen, stößt in Brandenburg auf Kritik. Besonders Finanzministerin Katrin Lange (SPD) argumentiert dagegen. Quelle: Bernd Settnik/dpa
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Potsdam

Der Vorschlag von Ex-Finanzminister Christian Görke (Linke), eine Impfprämie von bis zu 500 Euro zu zahlen, stößt in Brandenburg auf Kritik. „Das Hauptproblem ist derzeit nicht die mangelnde Impfbereitschaft“, sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD) am Donnerstag in Potsdam. Es seien die fehlenden Impfkapazitäten.

„In Teilen des Landes müssen Bürger wochenlang auf einen Impftermin bei ihrem Hausarzt warten, woanders stehen die Menschen vor den wenigen mobilen Impfstationen stundenlang Schlange. (...) Die Bemühungen müssen daher gezielt darauf gerichtet sein, möglichst schnell wieder möglichst viele Impfkapazitäten im Land aufzubauen anstatt mit der Gießkanne sinnlos Geld auszuschütten“, unterstrich Lange.

Der Bundestagsabgeordnete Görke schlägt vor, dass es eine Prämie von 300 Euro für den vollständigen Schutz und von 200 Euro für die Auffrischung geben soll - auch rückwirkend für schon Geimpfte. „Gut für die Pandemie, den Geldbeutel und die Wirtschaft!“, schrieb er am Mittwoch bei Twitter.

Dafür erhielt Görke Unterstützung aus seiner Partei vom Ex-Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi: „Würde uns Debatte zu Impfpflicht und verfassungsrechtliche Probleme ersparen.“ Der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber nannte die Idee einer Prämie bei Twitter dagegen ein „Armutszeugnis“. „Zusammenhalt in einer Gesellschaft entsteht nicht so.“

Von MAZonline