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Brandenburg Flüchtiger Tatverdächtiger hat sich gestellt
Brandenburg Flüchtiger Tatverdächtiger hat sich gestellt
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07:37 22.08.2017
Der flüchtige Tatverdächtige hat sich am Montag gestellt. Er war mit dem Kleinbus des Opfers unterwegs. Quelle: MAZ-EBV
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Eberswalde/Potsdam

Der wegen Mordverdacht gesuchte Friedrich-Wilhelm K. ist in Polizeigewahrsam. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt in Neuruppin, Wilfried Lehmann, am späten Montagabend bestätigte, hat sich der 39-Jährige in Begleitung seines Anwaltes der Polizei in Eberswalde gestellt. K. werde nun dem Haftrichter in Neuruppin vorgeführt.

Nach K. wurde seit Montag nicht nur deutschlandweit, sondern sogar europaweit gefahndet. K. steht im dringenden Verdacht, in der Nacht zum Freitag in Alt Ruppin (Ostprignitz-Ruppin) seine Vermieterin Jutta K. (61) getötet zu haben. Die Bootsvermieterin war vor drei Tagen gewaltsam ums Leben gekommen. Zu den genauen Tatumständen gibt es aber weiterhin keine Auskunft. „Dazu wollen wir erst mit dem Verdächtigen sprechen und seine Version hören“, so Lehmann. Ermittler gehen offenbar nicht davon aus, dass die langjährige Bootsvermieterin in Alt Ruppin bei einem Unfall oder nach einer Körperverletzung ums Leben kam. Denn die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Mordverdachts eröffnet. Offen ist auch, ob und was für eine Waffe bei der Tat benutzt wurde. Die Ermittler dürften das seit dem Wochenende wissen: Die Leiche von Jutta K. wurde am Sonnabend obduziert.

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Die Leiche war erst am Freitagabend, also vermutlich 20 Stunden nach der Tat, von Mietern auf dem Grundstück der Seniorin in Alt Ruppin gefunden worden. K., die zwei erwachsene Söhne hinterlässt, hatte mehrere Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus vermietet. Die Polizei hat die Mieter am Wochenende befragt. Demnach ist klar, dass Jutta K. sich am Donnerstagabend mit K. auf dem Grundstück getroffen hat.Unklar ist, ob es dabei zu einem Streit gekommen war.

Die Polizei hatte einige Stunden zuvor einen ersten Fahndungserfolg. Die Ermittler hatten das Fluchtauto des Verdächtigen am Hauptbahnhof in Dresden gefunden. Doch von dem mutmaßlichen Täter fehlte weiter jede Spur.

Bereits am Wochenende hatte die Polizei die gemeinsam betriebenen Grenzstellen nach Polen und Tschechien informiert. K. gilt als gewalttätig: Er wurde schon wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Raub verurteilt.

Von MAZonline

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