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Brandenburg Sonntagsfrage: SPD weiter vorne - Woidke verliert an Zustimmung
Brandenburg

Forsa-Umfrage der MAZ: Die Brandenburg-SPD liegt weiter vorn – Woidke verliert

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07:11 21.12.2021
Koalition verliert im Land an Zustimmung: Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) im Landtag. Hinter ihm sitzen die Ministerinnen und Minister Ursula Nonnemacher (Grüne, l-r), Jörg Steinbach, Michael Stübgen (CDU) und Katrin Lange.
Koalition verliert im Land an Zustimmung: Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) im Landtag. Hinter ihm sitzen die Ministerinnen und Minister Ursula Nonnemacher (Grüne, l-r), Jörg Steinbach, Michael Stübgen (CDU) und Katrin Lange. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Potsdam

In Brandenburg bleibt zum Ende des zweiten von der Corona-Krise bestimmten Jahres die politische Stimmung stabil. Die regierende SPD liegt drei Monate nach der gewonnenen Bundestagswahl weiter mit großem Abstand auf Platz eins im Land. Hingegen müssen die Koalitionspartner CDU und Grüne Einbußen in der Wählergunst hinnehmen.

Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der MAZ hervor. Das Meinungsforschungsinstitut befragte zwischen dem 9. und 17. Dezember 1008 wahlberechtigte Brandenburgerinnen und Brandenburger.

Die AfD, die massiv Corona-Maßnahmen und Impfstrategie der Landesregierung attackiert und zu Demonstrationen aufruft, bleibt konstant und liegt hinter der SPD auf Platz zwei.

SPD kommt auf 28 Prozent

Würde jetzt in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt, käme die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke auf 28 Prozent der Stimmen. Das ist ein Plus von 5 Prozentpunkten gegenüber der Forsa-Umfrage vor einem Jahr. Die SPD liegt damit knapp über ihrem Landtagswahl-Sieg vom September 2019 (26,2). Allerdings verliert Regierungschef Woidke an persönlicher Zustimmung. Waren Ende 2020 noch 60 Prozent mit ihm zufrieden, so sind es aktuell nur noch 47 Prozent.

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Die CDU von Innenminister und Landeschef Michael Stübgen würde derzeit auf 14 Prozent der Stimmen kommen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 20 Prozent. Die Grünen wiederum kämen jetzt bei Landtagswahlen auf 11 Prozent der Stimmen (minus 4 gegenüber Dezember 2020). Beide Parteien liegen fast bei ihrem Ergebnis der Landtagswahl 2019: CDU 15,6; Grüne 10,8.

Freie Wähler und FDP wären im Landtag

Die oppositionelle Linke könnte – wie die Grünen – mit 11 Prozent rechnen (2020: 12). Sicher im Landtag wären erneut BVB/Freie Wähler, die auf acht Prozent kämen. Die FDP würde den Sprung in den Landtag mit 6 Prozent schaffen – anders als zur Wahl 2019.

Einen Dämpfer muss Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hinnehmen, die noch vor einem Jahr hohe persönliche Zufriedenheitswerte genoss. Mit der Arbeit der Politikerin, die für die Corona-Krise maßgeblich verantwortlich ist, sind nur noch 40 Prozent zufrieden – ein Minus von 16 Punkten. Schlechte Noten bekommt Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Nur jeder Vierte ist mit ihrer Arbeit zufrieden (26 Prozent).

Zufriedenheit mit Landesregierung sinkt um sechs Punkte

Insgesamt ist die Zufriedenheit der Märker mit der Landesregierung innerhalb eines Jahres um sechs Prozentpunkte gesunken – von 50 auf 44 Prozent. Damit sind die Unzufriedenen in der Mehrheit: 47 Prozent. Vor einem Jahr waren nur 39 Prozent unzufrieden.

Von Igor Göldner