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Brandenburg Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder): Stadt erfüllt alle Voraussetzungen für Zukunftszentrum
Brandenburg

Frankfurt (Oder): OB Wilke sieht alle Voraussetzungen als Standort für Zentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit erfüllt

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14:53 02.10.2021
Blick von der Parkfläche am Anger auf die Gertraud-Kirche und Wohnhäuser im Zentrum von Frankfurt (Oder).
Blick von der Parkfläche am Anger auf die Gertraud-Kirche und Wohnhäuser im Zentrum von Frankfurt (Oder). Quelle: dpa/Patrick Pleul
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Frankfurt (Oder)

Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke, sieht gute Chancen, dass das geplante Zentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit in der Stadt angesiedelt wird. Von den 13 Kriterien, die von der Bundesregierung genannt worden sind, erfülle die Stadt alle, sagte René Wilke am Samstag im Inforadio des rbb. Frankfurt (Oder) sei ein europäischer Ort, bilde mit dem polnischen Słubice eine Doppelstadt und habe sich mit „schmerzhaften“ Transformationserfahrungen etwa einem Bevölkerungsrückgang nach der Wende wieder „aufgerappelt“.

„Heute sind wir in einer anderen Phase“, schätzte er ein. Die Universität Viadrina entwickle sich „toll“, es gebe viele Investitionen und Baugeschehen, die Bevölkerungszahl stabilisiere sich. „Ich glaube schon, dass wir sehr, sehr gut passen(...).“ Für die Region wäre es zudem ein enorm wichtiger Impuls, auch für die Strukturentwicklung.

Standort für Zukunftszentrum wird in einem Wettbewerb entschieden

Frankfurt (Oder) wirft als der Brandenburger Bewerber für das Bundesprojekt seinen Hut in den Ring. Der Standort werde in einem Wettbewerb ermittelt und müsse nicht zentral gelegen, aber für internationale Gäste gut erreichbar sein, hatte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Marco Wanderwitz (CDU), gesagt.

Der Bau des Zentrums zur Erforschung gesellschaftlicher Umbrüche soll nach Angaben von Brandenburgs ehemaligem Ministerpräsidenten Matthias Platzeck bis 2027 fertig sein. Platzeck und Wanderwitz sind Vorsitzende einer Arbeitsgruppe, die ein Konzept für das Zentrum entwickelt hat. Die Entscheidung für den Standort soll nach Worten von Wilke bis Mitte des nächsten Jahres getroffen sein.

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Die bis jetzt bekannt gegebenen Wettbewerbsbedingungen sehen unter anderem vor, dass der Standort des Zukunftszentrums im Osten der Republik zu liegen hat und deutliche Bezüge zu den Themen Transformation und Deutsche Einheit nachweisen kann. Zudem soll die Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung mit entsprechendem Profil sowie eine gute Erreichbarkeit auch für internationale Gäste gegeben sein.

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Die Ansiedlung des Zukunftszentrums soll überdies einen signifikanten strukturellen und wirtschaftlichen Impuls geben. Außerdem soll ein angemessenes bestehendes Gebäude oder eine freie Fläche baufrei übergeben werden können, so dass einer baulichen Fertigstellung des Zukunftszentrums bis 2027 nichts im Wege steht. Der Bund will 200 Millionen Euro in das Zentrum investieren.

Von dpa/MAZonline