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Brandenburg Frankfurt (Oder) und Cottbus werden Standorte für Stasi-Archiv
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Frankfurt (Oder) und Cottbus werden Standorte für Stasi-Archiv

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17:43 19.11.2020
Das Stasi-Archiv wird künftig in Frankfurt (Oder) ansässig sein. Quelle: picture alliance / Britta Peders
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Potsdam

Der brandenburgische Standort für das Stasiunterlagen-Archiv wird nun definitiv Frankfurt (Oder) sein. Das geht aus einem Parlaments-Beschluss vom Donnerstag über den Wechsel der Stasiunterlagen ins Bundesarchiv hervor. Eine neue Außenstelle ist in Cottbus vorgesehen. Sie soll nach Auskunft der Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Sylvia Wähling, auf dem Gelände des Menschenrechtszentrums angesiedelt sein.

Für den Vorsitzenden des Zentrums und Ex-Landtagsvizepräsidenten Dieter Dombrowski passt das Ansinnen gut zum Bildungsauftrag. Nachwachsende Generationen sollten in die Lage versetzt werden, den Wert der Demokratie wertzuschätzen und dafür einzutreten, so Dombrowski. Er war Mitte der 1970er Jahre wegen Republikflucht selbst in Cottbus inhaftiert war.

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Die Ausstellung des Menschenrechtszentrums in Cottbus. Quelle: dpa

In Brandenburg war lange offen, wo das Stasi-Unterlagenarchiv künftig seinen Sitz haben soll. Ministerpräsident Dietmar Woidke sah die Entscheidung beim Bund, die Bundesregierung sah sie bei der Stasi-Unterlagenbehörde und beim Land. Woidke schrieb Kulturstaatsministerin Monika Grütters im vergangenen Jahr, in Frankfurt gebe es auf einer Liegenschaft des Bundes eine voll funktionstüchtige Außenstelle. Cottbus wiederum könne mit dem Menschenrechtszentrum einen authentischen Ort beziehungsweise eine Gedenkstätte mit großem erinnerungskulturellem Potenzial vorweisen.

Woidke begrüßt Entscheidung

Woidke zeigte sich erleichtert über die Standort-Entscheidung. „Das hilft, die notwendige Aufarbeitung an zwei Orten fortzusetzen. Das Menschenrechtszentrum ist dafür ergänzend bestens geeignet“, sagte er.

Letztlich bat Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde BStU, Roland Jahn, die Frage nach der Außenstelle in Brandenburg im Einvernehmen mit der brandenburgischen Landesregierung zu klären. 

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR, kurz Stasi, bespitzelte die eigenen Bürger und sammelte auch Informationen im Ausland. Das Ministerium wurde 1950 gegründet und im März 1990 endgültig aufgelöst.

Von MAZ-Online