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Brandenburg Frauenorte in Brandenburg: 45 Tafeln erinnern an „Heldinnen“
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Frauenorte in Brandenburg: 45 Tafeln erinnern an „Heldinnen“

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17:49 11.09.2021
Frauenort vor dem Justizzentrum in der Jägerallee in Potsdam. Die 22. Tafel des Projektes würdigt Anne.Marie Baral, zu ihrem 207. Todestag. als Vertreterin der Seidenproduzentinnen in Brandenburg im 18. Jahrhundert.
Frauenort vor dem Justizzentrum in der Jägerallee in Potsdam. Die 22. Tafel des Projektes würdigt Anne.Marie Baral, zu ihrem 207. Todestag. als Vertreterin der Seidenproduzentinnen in Brandenburg im 18. Jahrhundert. Quelle: Joachim Liebe
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Brandenburg/Havel

Mittlerweile 45 Tafeln erinnern in Brandenburg an das Leben und die Schicksale bekannter und weniger bekannter Frauen, deren Wirken eng mit dem Land verbunden ist. Sie hätten häufig Heldinnenmut bewiesen, gegen die Umstände ihrer Zeit und speziell für die Belange von Frauen gekämpft - oder für die ganze Gesellschaft, sagte Frauenministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Samstag auf Schloss Reckahn (Landkreis Potsdam-Mittelmark) anlässlich der Festveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum des Projektes Frauenorte in Brandenburg.

Wanderausstellung "Frauenorte im Land Brandenburg“ eröffnet

Dort ist auch eine Wanderausstellung über Vorreiterinnen aus Brandenburg eröffnet worden. Ihr Titel „Frauenorte im Land Brandenburg. Eine Spurensuche“. Erzählt wird die Geschichte von bekannten und weniger bekannten Frauen, die auf ihrem Gebiet Vorreiterinnen waren, für Geschlechtergerechtigkeit kämpften oder Reformen anstießen.

Diese „Macherinnen“ seien ein Vorbild, erklärte Brandenburgs Frauenministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), die die Ausstellungseröffnung besuchte. Die Schau soll künftig an verschiedenen Orten gezeigt werden. „Noch immer sind Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen unterrepräsentiert, Gleichstellung ist noch längst nicht erreicht“, sagte die Ministerin.

Erinnerung an Regine Hildebrandt und Eva Strittmatter

Die Tafeln erinnern unter anderem an die frühere Sozialministerin Regine Hildebrandt (1941-2001), die Schriftstellerin Eva Strittmatter (1930-2011) und an die Glashüttenbesitzerin Johanna Louise Pirl (1733-1810) sowie die Hebamme Justine Siegemundin (1636-1704), die bei fast 6000 schwierigen Geburten half und das erste Lehrbuch für Hebammen verfasste.

Das Projekt wurde durch den Frauenpolitischen Rat des Landes ins Leben gerufen. Damit soll an das Leben der Frauen, ihre Leistungen und Errungenschaften erinnert werden. Außerdem soll das Bewusstsein für mehr Geschlechtergerechtigkeit geschärft werden.

Von dpa/epd/MAZonline