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Brandenburg Vida besiegt Landtagspräsidentin Stark in Bernau
Brandenburg Vida besiegt Landtagspräsidentin Stark in Bernau
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21:49 01.09.2019
Péter Vida, Landesvorsitzender von BVB/Freie Wähler (2. v. r.). Quelle: dpa
Potsdam

Die Freien Wähler ziehen voraussichtlich zum ersten Mal in Fraktionsstärke in den Brandenburger Landtag ein. In den Hochrechnungen lag die Partei um Spitzenkandidat Péter Vida am Sonntag bei 5,1 Prozent der Stimmen (+2,4 Prozent) und damit knapp über der entscheidenden Fünf-Prozent-Hürde. „Das Wahlergebnis sagt, dass die Freien Wähler entgegen aller Prognosen gestärkt sind. Es ist eine Bestätigung unserer inhaltlichen und sachorientierten Arbeit“, sagte Vida. „Wir werden so wie es aussieht in Fraktionsstärke einziehen.“

Freie Wähler wohl erstmals in Fraktionsstärke im Landtag

Der Rechtsanwalt sitzt bereits seit 2014 mit zwei weiteren Abgeordneten von BVB/Freie Wähler im Brandenburger Landtag. Bei der Wahl vor fünf Jahren kam der Partei die sogenannte Grundmandatsklausel zugute. Damals hatte Christoph Schulze überraschend ein Direktmandat geholt und die Freien Wähler zogen mit drei Abgeordneten in den Landtag ein. Nun scheint die Partei erstmals auch über die Zweitstimmen in den Landtag einzuziehen.

Lesen Sie hier: Der Liveticker zum Wahltag in Brandenburg

Der streitbare Jurist Vida holte zusätzlich das Direktmandat in seinem Heimatwahlkreis Bernau-Planketal. Gegen Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) setzte sich Vida mit 23,9 Prozent der Stimmen durch.

Erfolgreiche Volksinitiative zur Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen

Zuletzt punktete er mit einer Volksinitiative zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die vom Landtag im Sommer umgesetzt wurde, nachdem gut 108 000 Bürger unterschrieben hatten. Als Landtagsabgeordneter präsentierte er sich als unangefochtener Anführer der rund 150 Wählergruppen im Land, die sich im Netzwerk der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB)/Freie Wähler organisiert haben.

Von Ansgar Nehls

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