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Brandenburg Friedhofsgebühren steigen drastisch
Brandenburg Friedhofsgebühren steigen drastisch
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21:00 06.02.2013
Urnenbeisetzung. Quelle: dpa
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POTSDAM

2011 wurde noch weniger als die Hälfte berechnet. Enorm ist auch der Anstieg in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark): Dort war die gleiche Bestattungsart mit knapp 520 Euro im vergangenen Jahr um zwei Drittel teurer als 2011. In Neuenhagen (Märkisch-Oderland) will die Verwaltung von diesem Sommer an mit 783,20 Euro bald 40 Prozent höhere Gebühren verlangen.

Nicht nur in Brandenburger Kommunen klettern die Bestattungspreise. Nach einer bundesweiten Untersuchung der Gesellschaft für Bestattungen und Vorsorge (GBV) stiegen die kommunalen Friedhofsgebühren 2012 in einzelnen Städten um bis zu 140 Prozent. Besonders kleinere Kommunen mussten demnach die Preise drastisch erhöhen. Größere Städte legten dagegen eher moderat zu. An der Spitze liegt Bonn mit 2212 Euro für ein Grab mit 20 Jahren Ruhezeit.

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In Brandenburg stehen die größeren Städte ebenso an der Spitze. 1522 Euro sind es auf 20 Jahre gerechnet bei einem Grab in Brandenburg/Havel, 1040 Euro in Potsdam. In kleineren Kommunen ist das Sterben dagegen vergleichsweise günstig. 200 Euro berechnet nach GBV-Angaben Friesack (Havelland), 434 Euro sind es in Zossen (Teltow-Fläming).

Eine Ursache der jüngsten Gebührensteigerungen ist, dass traditionelle Erdbestattungen immer seltener werden. „Der Trend geht zu Urnengräbern und anonymen Beerdigungen“, sagt der zuständige Bauamtsleiter in Bad Belzig, Christoph Grund. Da Urnenbestattungen günstiger sind, weil dafür weniger Platz benötigt wird, entsteht „ein Überangebot an Flächen, das auf einen sinkenden Bedarf trifft“, sagt der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Karl-Ludwig Böttcher. Verwaltung und Pflege der Friedhofsanlagen werden aber nicht billiger. Unterm Strich steigen so die Gebühren für normale Grabstätten.

Bei der GBV hat man wenig Verständnis für die Klagen der Kommunen. „Der Trend zum günstigen Urnengrab wurde vielerorts verschlafen“, so GBV-Geschäftsführer Fabian Schaaf. Kommentar (Von Gerald Dietz)

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