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Brandenburg Ganz viel Frohsinn in Cottbus: Karnevalisten zeichnen AKK aus
Brandenburg Ganz viel Frohsinn in Cottbus: Karnevalisten zeichnen AKK aus
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08:45 09.09.2019
Einmalig – AKK trägt Kopftuch! Die Aufnahme entstand im Februar 2919 während der „Saarländischen Narrenschau“. Quelle: Boris Roessler/dpa
Potsdam

Die Fantastischen Vier würden die Nachricht wohl so auf den Punkt bringen: AKKBDK – hahahaha. Aber der Reihe nach.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wäre mittelfristig gerne auch Bundeskanzlerin. Ob ihr das gelingt, ist nach ihrer Performance als Parteichefin im vergangenen Jahr allerdings ungewisser denn je. Ein anderer, protokollarisch nicht ganz so wichtiger Titel ist AKK aber sicher. Der Bund Deutscher Karneval (BDK) kürt die Politikerin zu seiner neuen „Sonderbotschafterin“. Damit verbunden ist ein Ehrenring von der Größe des Saarlands. Offiziell ausgezeichnet wird Kramp-Karrenbauer am 21. September in Cottbus im Rahmen einer Jubiläums-Gala zum 66. Geburtstag des BDK.

(Kleiner Spoiler für Nicht-Karnevalisten: 66 = 6 x 11. Schnapszahl = total lustig.)

AKK ist karnevalistisch einschlägig vorbelastet. Im Aachener Karneval wurde sie 2015 mit dem „Orden wider den tierischen Ernst“ geehrt – aber das sollte sie nicht persönlich nehmen, weil der veranstaltende AKV jeden Polit-Promi nimmt, der nicht bei drei auf dem Baum ist (J. Rüttgers, C. Lindner usw.)

Im Saarland wiederum schwingt Kramp-Karrenbauer während des Karnevals seit Jahren Büttenreden als „Putzfau Gretel“ – Vorträge, die bis vor einem Jahr schon in Pirmasens und Kaiserslautern kein Mensch zur Kenntnis genommen, geschweige denn verstanden hat. Dann kam in der Session 2018/19 der fantastische Schenkelklopfer mit den Toiletten für’s dritte Geschlecht, der dem Rest der Republik vor Augen führte, wie AKK im Grunde ihres Herzens tickt.

Den Nerv der BDK-Oberen hat sie damit auf jeden Fall getroffen. In der amtlichen Lobhudelei des BDK-Präsidiums heißt es: „Als Inhaberin hoher und höchster politischer Ämter hat sie sich für die öffentliche Anerkennung des Kulturgutes Fasching-Fastnacht-Karneval eingesetzt nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst über Jahre hinweg eine Rolle auf der närrischen Bühne übernommen hat. Mutig, ironisch, schlagfertig (Hervorhebung durch die Redaktion) und sich selbst nicht schonend hat sie in bester karnevalistischer Manier Zeitkritik geübt.“

Tusch und Abmarsch!

Von Thorsten Keller

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