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Brandenburg Diese Themen haben die MAZ-Leser 2018 bewegt
Brandenburg Diese Themen haben die MAZ-Leser 2018 bewegt
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06:00 25.12.2018
Welche Themen haben die MAZ-Leser 2018 am meisten interessiert? Quelle: MAZ/dpa
Potsdam

2018 ist viel passiert in Brandenburg. Ein Sommer, der nie enden wollte, trieb die Märker an die Badeseen, unsere Landwirte an den Rand ihrer Existenz, und in der Folge die Feuerwehr an den Rand ihrer Kräfte. Die Fachhochschule im Potsdamer Zentrum wurde abgerissen und löste eine Debatte über DDR-Architektur aus. Blindgänger wurden entdeckt und führten zu umfassenden Evakuierungen. Und im Land wurde weiter über Flüchtlinge diskutiert. Wir haben nachgeschaut, welche Geschichten auf MAZ Online in diesem Jahr die meisten Leser interessiert haben. Hier können Sie sie noch einmal nachlesen:

1. Der beklaute Gauland oder #Badespaß

Die Polizei begleitete AfD-Chef Alexander Gauland (in Badehose) vom Heiligen See in Potsdam zu seiner Wohnung. Quelle: privat

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland ist baden gegangen – und dabei bestohlen worden. 32 Grad heiß war es, als sich Alexander Gauland am 29. Mai ins Wasser des Heiligen Sees in Potsdam begab, der ganz in der Nähe seiner Potsdamer Wohnung liegt. Doch während er im Wasser den Blick auf das Marmorpalais genoss, stahl ein Unbekannter am Ufer der wilden Badestelle seine Kleidung.

„Nazis brauchen keinen Badespaß!“ soll der Unbekannte laut Zeugen gerufen haben, bevor er verschwand. Hier können Sie nachlesen, was Gauland zu dem Badediebstahl sagte. Im Kurznachrichtendienst Twitter machte der Vorfall unter dem Hashtag #Badespaß die Runde.

2. Das verheerende Feuer in Treuenbrietzen

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr im Wald bei Treuenbrietzen. Quelle: dpa

Der erste Schreck war gerade erst überwunden: In vier dramatischen Tagen Ende Juli waren die Feuerwehrleute von Fichtenwalde teilweise bis zu 16 Stunden am Stück im Einsatz, um das Dorf vor einem Großbrand zu bewahren. Doch ausgerechnet als die Retter gerade beim MAZ-Sommerfest Ende August geehrt wurden, trudelte die erste Meldung vom nächsten verheerenden Feuer ein: Bei Treuenbrietzen war ein weiterer Waldbrand ausgebrochen.

Hunderte Feuerwehrleute kämpften tagelang gegen den rund 400 Hektar umfassenden Waldbrand. Drei Siedlungen mussten evakuiert werden. Die Rauchschwaden zogen bis nach Berlin. Munitionsreste im Wald erschwerten die Löscharbeiten. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Luftaufnahmen der Wälder bei Treuenbrietzen zeigen deutlich, wie das Feuer die Landschaft verändert hat.

3. Ein rätselhafter Vorfall auf der Langen Brücke

Besorgte Bürger benachrichtigten die Polizei, die mit Blaulicht die Marine-Marschgruppe aus Norddeutschland auf der Langen Brücke in Potsdam stoppte. Quelle: Jürgen Lauterbach

Besorgte Bürger riefen im März 2018 die Polizei, weil ihnen eine in Tarnkleidung gehüllte Truppe mit Deutschlandfahne merkwürdig vorkam. Die Polizisten stoppten die Gruppe mit Blaulicht auf der Langen Brücke in Potsdam. Die 28 Männer und zwei Frauen verfolgten allerdings ein friedliches Ziel: Sie trainierten für Nijmegen. Was es damit auf sich hatte, lesen Sie hier.

4. Der Abriss der Potsdamer Fachhochschule im Video

Trümmer des Gebäudes der alten Fachhochschule liegen nach dem offiziellen Abschluss der Abrissarbeiten vor der Kulisse der Nikolaikirche. Quelle: dpa

Genau 101 Tage haben die Abrissbagger gebraucht, um die alte Fachhochschule am Alten Markt in der Potsdamer Innenstadt dem Erdboden gleichzumachen. Am 7. Mai 2018 hatten die tonnenschweren Bagger damit begonnen, das markante Gebäude neben der Nikolaikirche abzureißen. Stück für Stück wurde rausgebrochen. Am 24. Mai 2018 war das Gebäude bereits zweigeteilt.

Vor dem Abriss wurde heftig über den Erhalt und einer Weiternutzung des Gebäudes diskutiert. Demonstranten hatten die Fachhochschule sogar kurzzeitig besetzt. Die Diskussion um den Erhalt des Gebäudes aus den 70er Jahren hatte es sogar bundesweit in die Schlagzeilen geschafft. Wir haben den Abriss des umstrittenen Gebäudes gefilmt. Unsere Webcam, die auf der Nikolaikirche installiert ist, zeigt live, wie sich das Gelände seither weiter entwickelt.

5. Ein Gerücht wird entlarvt

Eine syrische Familie vor einem Asylwohnheim der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg. Quelle: dpa-Zentralbild

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Asylbewerber würden mehr staatliche Unterstützung bekommen als Deutsche, die von Hartz IV leben. Auch unsere Leser beschäftigt dieses Thema. Tatsache oder Vorurteil? MAZ hat den Faktencheck gemacht und ein Jobcenter zwei Beispiele durchrechnen lassen.

6. Der couragierte Chefarzt aus Brandenburg/Havel

Zwei Neugeborene in einem Krankenhaus (Symbolbild). Quelle: dpa-Zentralbild

Der Fall sorgte im September 2018 für Schlagzeilen: Ein Kleinkind, das zuvor auf der Intensivstation der Kinderklinik in Brandenburg/Havel behandelt worden war, sollte auf die Normalstation verlegt werden. In dem Klinikum ist es möglich, dass Eltern dort bei ihren Kindern bleiben können. Als die Verlegung anstand, beschieden die Eltern des kranken Kindes der Belegschaft: Im Falle, dass man ein ausländisches Kind mit ins Zimmer des deutschen Kindes lege, werde man dies nicht akzeptieren und die Klinik verlassen.

Der Chefarzt reagierte empört: „Bei uns ist kein Platz für Rassismus. Wir retten Leben“, sagte Hans Kössel. „Ich war sprachlos, habe dann aber ein paar klare Worte bei der Visite von mir gegeben.“ Woher ein Kleinkind komme, sei ihm und seinem Team egal: „Ich habe klar zum Ausdruck gebracht, dass wir die Zimmer nach zusammen passenden Krankheitsbildern und nicht nach Nationalität oder Religion belegen“, so der Chefarzt.

7. Hier sind die schönsten Badeseen in Brandenburg

Der Templiner See nahe Potsdam (Brandenburg). Quelle: dpa-Zentralbild

Der nicht enden wollende Sommer sorgte auch in Brandenburg für unendlichen Wasserspaß. Entsprechend gefragt war unsere Übersicht der schönsten Badeseen mit interaktiver Karte: Damit können Sie sich schon jetzt den Winterblues vertreiben und auf den nächsten Sommer vorbereiten. Denn der kommt garantiert.

8. Die Bombenräumung in Neuruppin

Die Sprengung der 250-Kilo-Bombe war auch von weitem zu sehen. Quelle: Peter Geisler

Rund 200 Helfer aus Stadt- und Kreisverwaltung, von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und anderen Behörden stellten im Juni in Neuruppin sicher, dass 1000 Meter rund um den Fundort der Bombe ein Sperrkreis geräumt wurde. Etwa 7000 Menschen mussten ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Bei dem Blindgänger handelte es sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die geplante Entschärfung klappte nicht – sie musste gesprengt werden.

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Von Maike Schultz/MAZonline

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