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Brandenburg Zaunbau gegen Schweinepest wird durch Wasser und Munition gebremst
Brandenburg

Gegen Schweinepest: Schutzzaun an Grenze zu Polen durch Wasser und Munition gebremst

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17:47 10.02.2021
Ein solcher Schutzzaun soll verhindern, dass Wildschweine aus Polen die afrikanische Schweinepest nach Deutschland übertragen und andersherum.
Ein solcher Schutzzaun soll verhindern, dass Wildschweine aus Polen die afrikanische Schweinepest nach Deutschland übertragen und andersherum. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Frankfurt (Oder)

Der Bau des festen Zauns an der Grenze zwischen Deutschland und Polen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest wird zum Teil von Überschwemmungen ausgebremst. Der Zaun sei über 185 Kilometer komplett fertiggestellt und solle 249 Kilometer lang werden, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Verbraucherschutzausschuss des Landtags.

Damit sind rund drei Viertel fertig. „Wir haben aber noch zu kämpfen mit einigen munitionsbelasteten Flächen“, sagte sie. Außerdem gebe es Überschwemmungsgebiete. „An den Deichen ist der Untergrund zum Teil nicht tragfähig.“

Keine Impfung möglich

Die Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich. Eine vorbeugende Impfung ist nicht möglich. Der erste Ausbruch der Krankheit bei Wildschweinen in Deutschland wurde am 10. September 2020 in Brandenburg offiziell nachgewiesen.

Später wurde bekannt, dass bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendeten. Als mögliche Ursachen des Ausbruchs gelten eine Übertragung durch Tiere aus Westpolen oder die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleisch.

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In Brandenburg wurden nach Angaben des Ministeriums bisher 640 tote infizierte Wildschweine gezählt, mehr als die Hälfte davon im Landkreis Oder-Spree. In Sachsen gibt es bisher 31 Fälle.

Von RND/dpa