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Brandenburg Geld für Digitalisierungsprojekt brandenburgischer Gedenkstätten
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Geld für Digitalisierungsprojekt brandenburgischer Gedenkstätten

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13:40 03.01.2021
«Arbeit macht frei» steht am Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Das Land Brandenburg unterstützt die Gedenkstätten bei der Entwicklung ihrer Digitalisierungsprojekte.
«Arbeit macht frei» steht am Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Das Land Brandenburg unterstützt die Gedenkstätten bei der Entwicklung ihrer Digitalisierungsprojekte. Quelle: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa (Archiv)
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Potsdam

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 125.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Digitalisierung der Erinnerungsarbeit voranzutreiben. Mit dem Geld solle eine Software zur Digitalisierung gekauft werden, erklärte Schüle am Sonntag in Potsdam. Hintergrund der Bemühungen ist, dass es immer weniger Überlebende gibt, die authentische Zeugnisse des Erlebten abgeben könnten. „Deswegen benötigen wir alternative Zugänge zu dem, was vor mehr als 75 Jahren in Deutschland und Europa passiert ist“, sagte die Kulturministerin.

Zeitgemäße Wege der Vermittlung

Digitalisierung biete die Chance, Erinnerungen für nachfolgende Generationen zu bewahren und vielen Menschen zugänglich zu machen. Zugleich schaffe sie zeitgemäße Wege der Vermittlung.

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wurde 1993 als rechtlich selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts gegründet. Sie beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Gedenkstätten. Dazu zählen die früheren Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück, die Gedenkstätten für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel und im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden sowie die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald. Außerdem verwaltet sie treuhänderisch die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam. Das Land Brandenburg fördert die Arbeit der Stiftung nach eigenen Angaben in diesem Jahr mit mehr als vier Millionen Euro.

Von RND/ epd