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Brandenburg Hier protestiert „Fridays for Future“ in Brandenburg
Brandenburg Hier protestiert „Fridays for Future“ in Brandenburg
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07:19 29.11.2019
Die „Fridays for Future“-Bewegung hat auch in Brandenburg eine große Anhängerschaft. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Zum vierten Mal ruft „Fridays for Future“ zu einem globalen Klimastreik auf. Nach Angaben der Bewegung sollen allein in Deutschland 513 Städte am Streik teilnehmen. Der Grund: „Die Bundesregierung hat dem 1,5°-Ziel eine Absage erteilt. Das akzeptieren wir nicht“, heißt es auf der Webseite vom „Fridays for Future“.

Auch in Brandenburg gehen Menschen auf die Straße und erhalten dabei von Prominenten wie von der „Fridays for Future“-Bundessprecherin Luisa Neubauer und Youtuber Rezo. Wo in Brandenburg demonstriert wird, sehen Sie hier im Überblick.

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Potsdam: „1 vor 12“ in der Landeshauptstadt

„Fridays for Future“ vor dem Landtag auf dem Alten Markt in Potsdam. Quelle: Bernd Gartenschläger

Für den Potsdamer Ableger der „Fridays for Future“-Bewegung war schon am 7. November klar: „Um das 1,5°-Ziel noch einzuhalten, braucht es einen Neuanfang in der deutschen Klimapolitik. Deswegen MÜSSEN wir in 3 Wochen wieder auf die Straße gehen, und weiterkämpfen!“, schreibt die Gruppe auf Twitter.

Unterstützt wird die Demonstration von einem breiten Bündnis, in dem auch die Jugend des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland und die Natuschutzjugend des Naturschutzbunds Deutschland.

Treffpunkt ist am Freitag um 11.59 Uhr der Alte Markt. Die Route ist geht es über die Breite Straße und Schopenhauerstraße zur Hegelalle, dann über das Holländische Viertel, Am Bassin und Platz der Einheit zurück zum Alten Markt.

Rathenow: Hoher Klimabesuch zur Unterstützung

Am Freitag demonstrieren Schüler ab 12.30 Uhr auf dem August-Bebel-Platz für besseren Klimaschutz. Dahinter steht die Bewegung „Friday for Future“.Prominente Werbung gab es von Luise Neubauer, die Bundessprecherin der Bewegung ist. Quelle: privat

Die „Fridays for Future“-Bewegung in Rathenow bekommt prominente Unterstützung. Fridays for Future“-Bundessprecherin Luisa Neubauer hat sich mit den Rathenower Jugendlichen am Freitag in Berlin getroffen und für die Müllsammelaktion und das Konzert der Rathenower Band „FreQuency“ geworben.

Organisator Juma Missfelder hofft auf einen großen Zulauf zum Klimastreik. An der ersten Demo am 7. Juni hatten rund 150 Menschen teilgenommen.

Treffpunkt für die Klima-Demonstration ist am 29. November um 12.30 Uhr der August-Bebel-Platz.

Königs Wusterhausen gegen Wiesenhof

Beim letzten Klimastreik am 20. September wurde im Kiez am Hölzernen See und in Niederlehme demonstriert. Diesmal ist lediglich eine Demonstration auf dem Bahnhofsvorplatz in Königs Wusterhausen angemeldet. Quelle: Gerlinde Irmscher

„KW stinkt’s“. Unter diesem Motto geht am Freitag die „Fridays for Future“-Gruppe zur globalen Klimademo auf die Straße. Ihr Ärger richtet sich aber auch gegen einen lokalen Geflügelproduzenten.

„KW stinkt’s“ engagiert sich seit drei Jahren gegen die Produktionserweiterung bei Wiesenhof. Erst in dieser Woche haben die Proteste neu aufgeflammt. Die ganze Geschichte zur Demo und zum Konflikt mit dem Geflügelproduzenten lesen Sie hier.

Treffpunkt ist am Freitag zwischen 11 und 14 Uhr der Bahnhofsvorplatz in Königs Wusterhausen.

Wittenberge: Neue Gruppe der „Fridays for Future“-Bewegung

Wie auch die Neuruppiner wollen die Wittenberger für das Klima auf die Straße gehen. Quelle: Andreas Vogel

Die globale Bewegung ruft zum gemeinsamen Streik. In Wittenberge folgt ihr zum ersten Mal auch eine Gruppe Schüler und Schülerinnen der Montessori-Schule. Zu Beginn hat die Ortsgruppe viel Gegenwind bekommen, doch das Blatt hat sich gewendet: „Wir haben viele Zusagen bekommen“, erklärte Schulleiter Peter Awe.

Die ganze Gründungsgeschichte lesen Sie hier.

Treffpunkt für die globale Klimademo am 29. November ist um 11 Uhr die Wiese der Montessori-Schule am Hornring 9.

Teltow: Neu und gemeinsam gegen Aggression

Eine bunte Truppe organisiert die erste Klimademonstration innerhalb der Fridays-for-Future-Bewegung in Teltow. Quelle: privat

Auch in Teltow hat sich eine neue „Fridays for Future“-Gruppegebildet. Sie erhält von vielen Initiativen Unterstützung. Für die Organisatoren ist aber nicht nur der Klimawandel ein drängendes Thema, sondern auch die steigende Aggressivität Erwachsener gegen die Kinder und Jungendliche.

Das Netzwerk Tolerantes Teltow äußert sich dazu: „Wir sind eine überparteiliche Gruppe, wir engagieren uns sonst nicht zu tagespolitischen Themen. Aber weil wir mitbekommen haben, dass Intoleranz gegenüber Kindern und Jugendlichen laut wird, wollen wir uns hier auch engagieren.“

Lesen Sie die ganze Geschichte hier.

Am Freitag versammeln sich die Demonstranten um 11.59 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.

Ludwigsfelde: Berlin war gestern

Die beiden 18-Jährigen Nuno Sobota (m. Mütze) und Fabian Richters starten am Freitag um 14 Uhr am Bahnhof die erste Friday-for-Future-Aktion in Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit

Auch in Ludwigsfelde gibt es zum ersten Mal eine „Fridays for Future“-Demo. Zuvor waren die Schüler und Schülerinnen der Industriestadt zu Protesten gegen das Nichtstun beim Klimawandel in die Bundeshauptstadt oder nach Potsdam gefahren.

Für die erste Demo, die am Freitag um 14 Uhr am Bahnhof stattfindet, haben sich die Jugendlichen etwas mehr als nur wütende Schilder überlegt. Sie wollen nicht nur mitmachen, sondern in ihrem Ort auch selbst etwas bewirken – und zwar ihn zu säubern. Auf eigene Rechnung haben sie kompostierbare Müllsäcke gekauft. Müllzangen und Handschuhe sollen die Demonstranten aber selbst mitbringen.

Die ganze Geschichte der beiden Organisatoren, lesen Sie hier.

Falkensee: Neustart der Klimaschutzbemühungen

Falkensee hat schon einmal an einem der globalen „Fridays for Future“-Klimastreiks teilgenommen. Quelle: © Tanja M. Marotzke

Die Falkenseer „Fridays for Future“-Bewegung protestiert für einen Neustart der Klimaschutzbemühungen in Deutschland. Dieser sei notwendig, weil das beschlossene Klimapaket unzureichend sei, heißt es von der Gruppe.

Damit am 29. November um 11.30 Uhr wirklich alle am Busbahnhof bestens für die Demo ausgestattet sind, haben die Falkenseer eine „Demo-Checklist“ auf Twitter veröffentlicht.

Die Checkliste finden Sie hier.

Oranienburg: Streiken statt shoppen

Tobias Fiedler aus Oranienburg. Er ist Mitglied der „Fridays for Future“-Bewegung in Oberhavel. Quelle: Nadine Bieneck

Auch in Oranienburg wird der Black-Friday grün. „Es ist bereits fünf nach zwölf, deshalb streiken wir ab 12.05 Uhr auf dem Oranienburger Bahnhofsvorplatz“, appellieren die Mitglieder von FFF Oranienburg und die “Parents For Future“ Brandenburgunter dem Slogan „NeustartKlima“.

Die Organisation in Oranienburg findet harte Worte gegen die Bundesregierung. „Wenn 1,4 Millionen Menschen laut werden und viele andere gleich denken, was hat das dann noch mit Demokratie zu tun? Unsere Gesellschaft ist bereits weiter als unsere Regierung“, sagt Tobias Fiedler.

Die ganze Hintergrundgeschichte zur Demo in Oranienburg lesen Sie hier.

Geplant ist der Klimastreik in Oranienburg am 29. November ab 12.05 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in der Kreisstadt.

Neuruppin: „Deutschland steht mit leeren Händen da“

Neuruppin, Fridays for Future, Trauerzug von der Klosterkirche über den Schulplatz zur Weltkugel am Reiz Quelle: Andreas Vogel

Zum vierten globalen Klimastreik rufen für kommenden Freitag auch die Ortsgruppe von „Fridays for Future“ und die Elterngruppe „Parents for Future“ in Neuruppin auf. Auch dort ist der Frust groß: Politiker aller UN-Staaten träfen sich in Madrid, um die Einhaltung der internationalen Klimaziele zu überprüfen, stellt Corvin Drößler fest: „Und Deutschland steht mit leeren Händen da.“

Die Demonstration anlässlich der am Montag in Madrid beginnenden Weltklimakonferenz beginnt um 14 Uhr an der Neuruppiner Fontaneschule.

Die Route der Demonstration in Neuruppin finden Sie hier.

Bad Belzig: „3 vor 12“ und sehr sehr laut

Schon mehrmals wurde in Bad Belzig für Klimaschutz demonstriert. Quelle: René Gaffron

Die Bad Belziger Ortsgruppe von „Fridays for Future hat zu der Demo um 11.57 Uhr – also um „3 vor 12“ – vor dem Rathaus aufgerufen. Es ist also kurz vor knapp – und wird auch richtig laut: „Bringt Töpfe und Pfannen mit, um ordentlich Krach zu machen“, schreiben die Aktivisten auf ihrer Facebookseite. Teilnehmer erwarte ein „kleines buntes Programm“.

Demonstrieren ist aber nicht alles: Die Ortsgruppe in Bad Belzig fällt immer wieder mit Müllsammel-Aktionen auf.

Lesen Sie dazu auch den Artikel „Fridays for Future: Global denken, lokal Müll“ sammeln.

Jüterbog: Eltern für den Klimaschutz

Müllsammelaktion anlässlich des globalen Klimastreiks auf dem Jüterboger Marktplatz. Quelle: Isabelle Richter

Am Freitag, 29. November, dem Tag des globalen Klimastreiks, laden in Jüterbog die „Parents for Future“ zu einer gemeinsamen Aktionen ein. Um 12 Uhr startet eine Müllsammel-Aktion am Jüterboger Marktplatz.

Um 14 Uhr startet die Fridays-for-Future-Demo und Müllsammeln vom Bahnhof Ludwigsfelde aus, und von 17 Uhr bis 18.30 Uhr findet im Evangelischen Gemeindehaus (Planeberg 71) in Jüterbog ein Vortrag mit Diskussion zum Thema „Was geht mich das Klima an?“ statt.

Von MAZonline

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