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Brandenburg Großauftrag für die Berliner S-Bahn unter Dach und Fach
Brandenburg Großauftrag für die Berliner S-Bahn unter Dach und Fach
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14:07 26.05.2020
Die Tür einer S-Bahn am Ostbahnhof öffnet sich nach der Ankunft am Gleis. Quelle: Paul Zinken/dpa
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Berlin

Der Großauftrag für die Ausschreibung von mehr als 2000 neuen S-Bahn-Wagen ist offenbar fertig. Die Berliner Landesregierung habe einem entsprechenden Konzept ihre Zustimmung erteilt. Das berichtet der RBB unter Berufung auf Senatskreise. Die Ausschreibung, die ein Gesamtvolumen von acht Milliarden Euro hat, hat auch Folgen für die Brandenburger S-Bahn-Gemeinden.

Denn es geht dabei um den Betrieb der Nord-Süd-Verbindungen und der Stadtbahn ab dem Jahr 2027. Der Berliner Senat sucht per Vergabeverfahren Unternehmen, die die neuen S-Bahnen beschaffen und instandhalten und außerdem den Betrieb übernehmen wollen.

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Der Großauftrag ist in vier Ausschreibungslose unterteilt. Allerdings könnte die S-Bahn weiterhin in einer Hand bleiben. Denn die Ausschreibung sieht nach RBB-Informationen vor, dass der Zuschlag für den Komplettbetrieb auch an einen Anbieter geht. 15 Jahre sollen die Verträge für den Betrieb laufen, die für die Instandhaltung sollen 30 Jahre laufen.

Um diese Linien geht es

Die fraglichen Netze umfassen jeweils rund ein Drittel des Gesamtnetzes der Berliner S-Bahn, heißt es. Zu der Nord-Süd-Verbindung gehören unter anderem S1 (Wannsee-Oranienburg), S2 (Blankenfelde-Bernau), S25 (Teltow-Stadt-Hennigsdorf) oder S8 (Zeuthen-Birkenwerder).

Zum Stadtbahn-Netz gehören die Linien S3 (Erkner-Spandau), S5 (Strausberg Nord-Westkreuz), S7 (Potsdam-Ahrensfelde) und S9 (Schönefeld-Spandau). Die Ringbahn wird nach einer Ausschreibung vor einigen Jahren langfristig von der S-Bahn GmbH betrieben.

Der bisherige Vertrag mit der S-Bahn Berlin GmbH, einer Tochter der Deutschen Bahn AG, war bereits Ende 2017 ausgelaufen. Seitdem werden die Leistungen auf Grundlage von Übergangsverträgen erbracht und abgerechnet.

Von MAZ-Online