Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburg-Halle in neuem Gewand: Modisch-weißes Design statt rustikaler Marktbuden
Brandenburg Brandenburg-Halle in neuem Gewand: Modisch-weißes Design statt rustikaler Marktbuden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 10.01.2020
Mit Buttercreme, kleinen Möhren aus Marzipan und Heidelbeeren dekorierte Törtchen aus der Tortenmanufaktur Luckenwalde, die sich auch der Grünen Woche präsentiert. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild
Potsdam

Die Internationale Grüne Woche in Berlin steht kurz vor dem Start: In einer Woche, am 17. Januar, werden erneut die Tore auf dem Messegelände für die der weltgrößte Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft geöffnet. Partnerland ist diesmal Kroatien.

Das Land Brandenburg präsentiert sich mit erneut 70 Ausstellern diesmal völlig neu. Die traditionelle Brandenburg-Halle 21 A wurde einer „Frischzellenkur“ unterzogen, wie es der neue Agrar- und Umweltminister Axel Vogel (Grüne) formulierte. Die Halle, in der in den zurückliegenden rund 20 Jahren eine eher rustikal-bäuerliche Marktbuden-Atmosphäre herrschte, kommt nun modisch-chic daher. Mit viel Weiß und Rot, breiten luftigen Gängen. Und mit jeder Menge Holzpaneelen, in der Minister Vogel eine Verbindung zur märkischen Kiefer entdeckt haben will, wie er anmerkte. Er sei gespannt, wie die Halle beim Besucher ankomme. Das Konzept sei bereits weit vor seiner Ernennung zum Minister klar gewesen, beeilte er sich zu betonen.

Modell der neuen Brandenburg-Halle auf der Grünen Woche 2020. Quelle: igo

Noch stärker als bisher soll in der Brandenburg-Halle die Regionalität von Produkten im Mittelpunkt stehen, vor allem aus dem Bio-Bereich. Es gibt drei größere Gastronomiebereiche, wo sich die Besucher stärken können. In einem Gläsernen Kochstudio sollen lokale Gastwirte, aber auch Prominente am Herd stehen und Gerichte mit regionalen Zutaten zubereiten.

Der neue grüne Minister, der seit Amtsantritt im November von der Agrarbranche unter besonderer Beobachtung steht, bemüht sich, allen Seiten gerecht zu werden. Er betonte die Vielfalt der Aussteller aus dem ganzen Land – von Bio über Slow Food bis zur konventionellen Landwirtschaft. Allerdings sei es auch das klare Ziel der neuen Landesregierung, den Öko-Anteil immer weiter auszuweiten, so Vogel.

„Der Biomarkt ist angespannt“

Bei der Vorstellung des Brandenburg-Programms war erstmals auch der Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau, Michael Wimmer, dabei. Der Biomarkt sei angespannt, die erheblichen Wachstumsraten von rund acht Prozent müssten vom Markt erst verdaut werden, berichtete er.

Wie gelingt es, regionale Produkte aus Brandenburg mit wenig Transportkosten nach Berlin zu bringen – das ist für den Verband pro agro derzeit eine offene Frage. Die Geschäftsführerin des Verbandes, Hanka Mittelstädt, hat auch noch einen Wunsch an den neuen grünen Minister mitgebracht. Die Tierbestände im Land sollten unbedingt erhöht werden, sagte sie, natürlich mit artgerechter Haltung. „Momentan ist eher die Devise: Verhindern als fördern.“

„Regionalsiegel“ soll Verbrauchern mehr Sicherheit geben

Der Präsident des Landesbauernverband, Hendrik Wendorff, brach eine Lanze für regionale mittelständische Schlachthöfe, um das Vertrauen in einheimische Lebensmittel zu stärken. Mit dem von der Koalition vereinbarten „Regionalsiegel“ hätten Anbieter und Verbraucher mehr Sicherheit, so Wendorff. Minister Vogel meinte, Brandenburg könne mehr Schlachthöfe vertragen. „Jedoch denke ich da nicht an Unternehmen mit riesigen Kapazitäten, sondern an mittelständische Betriebe“, so Vogel. Für Tierhalter sei es bereits schwierig, im Land Schlachtbetriebe zu finden. Sie müssten bereits bis nach Mecklenburg-Vorpommern ausweichen.

Tagesticket kostet 15 Euro

Die Grüne Woche auf dem Messegelände in Berlin startet am 17. Januar und geht bis 26. Januar. Die Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr, am 24. Januar bis 20.00 Uhr.

Eintrittspreise: Für Privatbesucher kostet die Tageskarte 15 Euro, die Gruppenkarte (ab 20 Personen) 12 Euro je Person. Schüler/Studenten zahlen 10 Euro. Es gibt ein Happy-Hour-Ticket (ab 14.00 Uhr) für 10 Euro, ein Sonntagsticket für 12 Euro und ein Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder bis zu 14 Jahren) für 31 Euro.

Verkehrsverbindungen: S-Bahn: S3, S5, S7, S75 bis Bahnhof Westkreuz, von dort S-Bahn Ring S41, S46 bis Messe Nord/ICC; oder S3, S9 bis Messe Süd

U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz

Mit dem Auto über die Stadtautobahnen A111, A115 (Avus) und A100 zum Dreieck „Funkturm“, Ausfahrt „Messegelände“.

Von Igor Göldner

Die Wintervogel-Zählung des Nabu hat begonnnen. Noch bis zum Sonntag sind Naturfreunde aufgerufen, jeweils eine Stunde lang zu zählen. Die „Stunde der Wintervögel“ ist laut Nabu Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

10.01.2020

Die Berlkönig-Flotte der BVG soll spätestens am Jahresende komplett emissionsfrei fahren. Das teilte des Verkehrsunternehmen mit. Von den 185 Kleinbussen ist bereits jetzt mehr als die Hälfte mit Strom unterwegs.

10.01.2020

Für Fahrer von Elektroautos gibt es in Brandenburg immer mehr Auflademöglichkeiten. Das zeigen Zahlen des Energieverbandes BDEW. Im bundesweiten Vergleich stehen die Märker allerdings nach wie vor schlecht da.

10.01.2020