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Brandenburg Grünen-Landtagsabgeordneter Raschke: Stopp von „Karate Forst“ ist eine „schallende Ohrfeige“
Brandenburg Grünen-Landtagsabgeordneter Raschke: Stopp von „Karate Forst“ ist eine „schallende Ohrfeige“
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14:56 18.05.2019
Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen) übt Kritik an Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). Quelle: Bernd Settnik/ZB/dpa
Potsdam

Nach dem Stopp des Einsatzes des InsektizidsKarate Forst flüssig“ in Brandenburger Kiefernwäldern hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) kritisiert. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) sei eine „schallende Ohrfeige“ für Vogelsänger, erklärte Raschke am Samstag. Das Gericht hatte am Freitag moniert, dass „die Genehmigungsbehörde die erforderlichen naturschutzrechtlichen, insbesondere artenschutzrechtlichen Prüfungen nicht durchgeführt“ habe.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hatte gegen das Versprühen des Insektizids gegen den Schädling „Nonne“ in Kiefernwäldern mit Hubschraubern im Landkreis Potsdam-Mittelmark geklagt. Während das Verwaltungsgericht Potsdam dies für zulässig erklärte, stoppte das OVG am Freitag den weiteren Einsatz. Nun muss sich das Verwaltungsgericht erneut damit befassen.

Für Jens-Uwe Schade ist der Insektizideinsatz keine politische Entscheidung

Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade betonte, der Einsatz sei notwendig, um die Wälder vor dem Schädling zu retten. „Von den rund 7700 Hektar befallenen Kiefernwäldern wurden bislang rund zwei Drittel behandelt“, sagte Schade am Samstag auf Anfrage. Für das restliche Drittel gebe es nur noch ein Zeitfenster von zwei Wochen. „Dann ist der Einsatz nicht mehr sinnvoll“, sagte der Sprecher.

Schade betonte, bei dem Einsatz des Insektizids gehe es nicht um eine politische Entscheidung. „Die Empfehlung wurde vom Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgesprochen.“

Von RND/dpa

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