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Brandenburg Mondpreise in Mittelmark: Hier ist Bauland am teuersten
Brandenburg Mondpreise in Mittelmark: Hier ist Bauland am teuersten
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18:25 18.07.2019
Villenviertel in Kleinmachnow: Hier kostet ein Einfamilienhaus im Schnitt 765 000 Euro. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Der steile Anstieg der Brandenburger Baulandpreise geht unvermindert weiter: Laut dem am Donnerstag vorgestellten Grundstücksmarktbericht für 2018 kostet der Quadratmeter Wohnbauland im Berliner Umland mittlerweile 209 Euro pro Quadratmeter – das ist doppelt so viel wie vor vier Jahren. Der landesweite Durchschnittspreis der Grundstücke für Häuslebauer lag bei 125 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg um 14 Prozent binnen nur eines Jahres.

Auch Teltow und Glienicke/Nordbahn sind teuer

Rekordwerte erreichen die Kommunen im Berliner Umland, allen voran Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), wo der durchschnittliche Preis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus mittlerweile bei mehr als 765 000 Euro liegt und der Quadratmeterpreis im Jahresvergleich um 150 Euro auf 680 Euro pro Quadratmeter hoch schnellte. Damit ist der Erwerb von Grundstücken in dem direkt am Berliner Stadtrand gelegene Ort deutlich teurer als in der Landeshauptstadt Potsdam (578 000 Euro pro Haus, 416 Euro pro Quadratmeter), Teltow (515 000 Euro pro Haus) und Glienicke/Nordbahn (446 000 Euro pro Haus). „Bei Kleinmachnow zieht die Nähe zum Berliner Bezirk Zehlendorf“, sagte Jürgen Kuse, Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte.

Bericht online abrufbar

Erstmals ist der Grundstücksmarktbericht in diesem Jahr kostenlos und online verfügbar (www.gutachterausschuss-bb.de). Die Informationen sind vor allem für Kaufinteressenten interessant.

Landesweit wurden 230 000 Euro für freistehende Ein- oder Zweifamilienhäuser verlangt, für Reihen- oder Doppelhäusern 200 000 Euro. In Welzow (Spree-Neiße) bekamen Käufer Häuser schon für durchschnittlich 20 600 Euro, in Gumtow (Prignitz) für 21 200 Euro, in Heideblick (Dahme-Spreewald) für 21 700 Euro.

„Die Preise laufen den Leuten davon“

„Die Preise laufen den Leuten davon, deshalb erweitern sie ihren Suchradius“, sagt Sebastian Wicke, Makler in Potsdam. Viele potenzielle Kunden seien anderthalb Jahre und länger auf der Suche. „Entscheidend ist, dass Berlin in 40 Minuten zu erreichen ist“, sagt Wicke. Im Potsdamer Umland etwa stiegen die Werte für Beelitz, Michendorf und Seddiner See steil. Wicke geht davon aus, dass die Preise „in den nächsten drei bis fünf Jahren weiter um fünf bis acht Prozent jährlich steigen“.

Die zweite Reihe zieht jetzt nach

„Das Umland zieht jetzt stark nach“, sagt auch Anja Farke, Geschäftsführerin beim Maklerunternehmen Engels & Völkers in Potsdam. „Brandenburg/Havel ist aus meiner Sicht noch völlig unterschätzt mit seiner tollen Innenstadt und den attraktiven Wasserlagen“, sagt Farke. Entscheidend sei ein guter Regionalbahnanschluss. Von Brandenburg aus sei man tagsüber mit dem Zug genauso schnell in Berlin wie mit dem Auto aus dem verstopften Potsdam. Nauen (Havelland), Ferch und Caputh (Potsdam-Mittelmark), Großbeeren, Ludwigsfelde und Rangsdorf (alle Teltow-Fläming) seien ebenso Profiteure des aufgeheizten Immobilienmarkts.

Dagegen lassen die Preise für Ackerland erstmals seit zehn Jahren wieder leicht nach. Der Gutachterausschuss, der die Bodenwerte ermittelt, verweist unter anderem auf schwierige Witterungsbedingungen. Auch bei den Forstflächen stagnieren die Preise. Die Waldbesitzer klagen über hohe Belastungen durch das zweite trockene Jahr in Folge.

Von Ulrich Wangemann

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