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Brandenburg Immer teurer: So viel kostet inzwischen ein Haus in Brandenburg
Brandenburg Immer teurer: So viel kostet inzwischen ein Haus in Brandenburg
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14:55 12.07.2018
Die Preisspirale beim Wohnungsbau in Brandenburg dreht sich weiter – auch fernab von Berlin. Quelle: dpa
Potsdam

Bauen in Brandenburg wird immer teurer, auch fernab von Berlin. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht für 2017 hervor, der am Donnerstag in Potsdam vorgestellt wurde. „Wir beobachten kontinuierlich steigende Preise von Wohnimmobilien, während die Zahl der Kaufverträge in etwa gleich bleibt“, sagte Jürgen Kuse, der Vorsitzende des oberen Gutachterausschusses. Die Preise für ein durchschnittliches Einfamilienhaus seien in den vergangenen Jahren jeweils um etwa zehn Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr lag der Verkaufspreis für ein typisches Haus bei 213.900 Euro und damit erstmals über marke von 200.000 Euro. „Es gibt aktuell nur eine Richtung, nämlich nach oben“, erklärte Kuse.

Der Umsatz bei den Immobilienverkäufen sei 2017 im Vergleich zum Vorjahr auf 5,9 Milliarden Euro um 8 Prozent gestiegen, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange. In den Bericht flossen Daten der Gutachterausschüsse ein, deren Mitglieder vom Innenministerium für fünf Jahre bestellt werden. Sie spiegeln die notariell besiegelten Grundstücksgeschäfte im Land wieder – vom Erwerb einer Eigentumswohnung bis zum Verkauf von Ackerland. 35.312 Kaufverträge wurden von den Notaren an die Ausschüsse übermittelt.

Am teuersten lebt es sich in Kleinmachnow

Die „Lokomotive“ bei den Grundstücksgeschäften sei der Wohnungsbau, so Kuse. „Sie machen 60 Prozent aller Kauffälle und 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus.“ Am teuersten sind freistehende Einfamilienhäuser demnach in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), wo vergangenes Jahr durchschnittlich 800.000 Euro fällig wurden. Damit ist ein Eigenheim in der Speckgürtel-Gemeinde noch einmal im Schnitt 200.000 Euro teurer als in der Landeshauptstadt Potsdam, die bisher als teuerstes Territorium galt. Die Preisunterschiede seien nach wie vor groß. So bekomme man ein Haus in Ziesar (Potsdam-Mittelmark) bereits für durchschnittlich 53.000 Euro.

Die hohe Preisentwicklung im Berliner Speckgürtel hatte den Trend der letzten Jahre bestimmt. Doch die dominierende Rolle Potsdams, bröckle, so Jürgen Kuse. „Das Angebot dort geht zurück, das strahlt auf die anderen Regionen des Landes aus.“ Die Baulandpreise sind dort im Schnitt 3,5mal so hoch wie in den übrigen Landesteilen.

Wachstum strahlt immer weiter aus

Doch das Wachstum strahle immer weiter ins Berliner Umland aus, sagte Staatssekretärin Lange. Vor allem Orte, die über den Regionalverkehr gut erreichbar seien, profitierten davon. Beispiele seien Brandenburg an der Havel und Cottbus, wo die Zahl der Kaufverträge um 78 beziehungsweise 156 Prozent gestiegen sei. Auch Rathenow, Fürstenwalde und Eberswalde vermeldeten demnach Zuwächse bei den Grundstücksgeschäften.

Im Durchschnitt lag der Preis für einen Quadratmeter Wohnbauland bei 110 Euro – das bedeutet eine rasante Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von fast 26 Prozent. Auch Landwirte müssen tiefer in die Tasche greifen – die Ackerpreise stiegen um 17 Prozent.

Von Torsten Gellner

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