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Brandenburg Henry Maske: DDR-Plattenbau war gar nicht so schlecht
Brandenburg Henry Maske: DDR-Plattenbau war gar nicht so schlecht
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11:38 24.02.2019
Boxlegende Henry Maske zeigt in einer Szene der Dokumentation «Mythos Plattenbau · Wohnträume aus Beton» ein Foto aus Kindertagen. Er lebte über zehn Jahre in einem Plattenbau in Frankfurt Oder. Quelle: Thomas Hies/ZDF/dpa
Frankfurt/Oder

Ex-Boxweltmeister Henry Maske (55) denkt nach eigenen Worten gern an sein früheres Leben in DDR-Plattenbauten zurück. Vor allem das Hochhaus in Frankfurt (Oder), in dem er als junger Familienvater von 1984 an lebte, habe er als Volltreffer empfunden: „Als ich da eingezogen bin, dachte ich: "Wow, du hast es geschafft! Du hast genau das, was du wolltest. Du bist hier drin, du wirst nie wieder ausziehen."“

Maske erzählt von seinen Erfahrungen in der TV-Dokumentation „Mythos Plattenbau – Wohnträume aus Beton“ aus der Reihe ZDF-History, die am kommenden Sonntag (3. März) um 23.45 Uhr ausgestrahlt werden soll.

„Großer Glücksfall“

Den Eltern Henry Maskes gelang es demnach bereits 1971, eine Wohnung im Neubau zu ergattern. Das galt damals als großer Glücksfall, schließlich lebten die meisten DDR-Bürger noch in Wohnverhältnissen wie in der Vorkriegszeit. „Ich bin zur Schule gegangen in einem Gebiet, in dem es ausschließlich Altbauten gab. Der Großteil meiner Klassenkameraden kam aus genau dieser Umgebung, und die hatten alle die Herausforderung, frühmorgens noch zu heizen. Es dauerte lange, bis es in den Altbauten warm wurde.“

Platte war Luxus

Dagegen verfügte die Wohnung der Maskes über Zentralheizung und ein eigenes Bad. „Das war natürlich Luxus“, erinnert sich Maske. Gewisse Nachteile wie die Hellhörigkeit der Wohnungen oder die Uniformität der Architektur habe man dafür gern in Kauf genommen.

Mutter lebt weiter in der Wohnung

Maske blieb in seinem Plattenbau auch noch nach der Wende wohnen, obwohl er inzwischen Profiboxer geworden war. Als er seinen Trabbi gegen einen BMW getauscht habe, sei er in der Nachbarschaft schon neidischen Blicken begegnet, erinnert sich der heute 55-Jährige. Mitte der neunziger Jahre siedelte er schließlich ins Rheinland über. „Aber meine Mutti wohnt noch immer in dieser Wohnung, in die wir 1971 eingezogen sind. Die war gar nicht so schlecht.“

RND/dpa

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