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Brandenburg Pflege darf nicht zum Armutsrisiko werden
Brandenburg Pflege darf nicht zum Armutsrisiko werden
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18:13 23.12.2019
Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Potsdam

Die Zahl der Menschen, die ihre Pflege im Alter nicht mehr aus eigener finanzieller Kraft bezahlen können, nimmt zu. Sie müssen Hilfe zur Pflege beantragen. Das Sozialamt muss einspringen, weil die Rente nicht mehr reicht. Und weil die Pflegeversicherung eine Fehlkonstruktion ist. Das ist entwürdigend.

Kosten schnell bei über 2000 Euro im Monat

Noch ist die Zahl jener, deren Rente nicht ausreicht, um den Eigenanteil der Pflege zu stemmen, vergleichsweise klein. Aber sie wird wachsen. Denn einerseits wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg in den kommenden Jahren rasant steigen, andererseits werden die zu leistenden Eigenanteile in die Höhe schnellen. Denn das ist gar nicht zu vermeiden, wenn man fair bezahlte Pflegekräfte haben will.

Die Kosten für einen Heimplatz liegen schnell bei mehr als 2000 Euro im Monat und damit deutlich über der Durchschnittsrente. Nun könnte man argumentieren, dass die Menschen eben besser privat vorsorgen müssen, um auf das Finanzrisiko der Pflegebedürftigkeit vorbereitet zu sein. Aber diese Vorsorge muss man sich auch leisten können.

Lesen Sie auch: Mehr Brandenburger müssen wegen steigender Pflegekosten aufs Sozialamt

Außerdem stellt sich die Frage, wieso das Gesundheitssystem zwischen Kranken und Pflegebedürftigen unterscheidet und die Pflegeversicherung nur eine Teilkasko ist, die immer weniger abdeckt. Pflegebedürftigkeit als Altersarmutsrisiko? Das jedenfalls darf nicht sein.

Von Torsten Gellner

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