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Brandenburg Hinweistafeln für alle Bahnhöfe
Brandenburg Hinweistafeln für alle Bahnhöfe
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19:57 05.03.2013
Die Anzeigetafel mit Lautsprecher für kleine Bahnhöfe. Quelle: Stark
POTSDAM

Das soll sich nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln nun bis Ende 2015 ändern.

Hintergrund ist eine Verordnung der EU zu den Fahrgastrechten. „Da gibt es eine Informationspflicht“, erklärt Gerichtssprecher Thomas Krämer, „dass die Leute nicht einfach herumstehen und nicht wissen, was los ist.“ Als die Aufsichtsbehörde der Bahn, das Eisenbahnbundesamt, im Jahr 2010 die Einhaltung der EU-Verordnung überprüfte, stellte sich heraus, dass bundesweit auf rund 1900 von insgesamt 5500 Stationen Reisende nichts über Verspätungen erfahren. Statt dessen hingen häufig nur Zettel mit den Nummern von Info-Telefonen herum.

Zu wenig, fand die Behörde, und wies die Bahn an, das möglichst schnell zu ändern. Dagegen zog die Bahn vor Gericht – hat aber fürs Erste verloren. Reisende seien über Verspätungen tatsächlich zu unterrichten „und nicht lediglich darüber zu informieren, wo die Informationen für sie bereitgestellt werden“, heißt es zur Begründung in feinem Juristendeutsch: „Bei einem bloßen Hinweis auf eine Service-Hotline erhalten die Fahrgäste die Informationen erst dann, wenn sie einen Anruf für erforderlich halten, also üblicherweise erst, wenn die Verspätung bereits eingetreten ist.“

Über diese klare Sicht der Dinge werden sich viele genervte Bahnkunden freuen. Für das Staatsunternehmen könnte es freilich teuer werden: Bei bundesweit 1900 Bahnhöfen und mindestens 6000 Euro pro digitaler Anzeigetafel kommen mehr als elf Millionen Euro zusammen.

Laut Bahnsprecher Holger Bajohra hat das Unternehmen inzwischen gegen das Urteil Berufung eingelegt. Vor allem wehrt sich die Bahn dagegen, auch kleine Haltepunkte mit weniger als 100 Reisenden pro Tag mit Anzeigen auszustatten. Deshalb muss nun als nächste Instanz das Oberverwaltungsgericht Münster entscheiden. In Brandenburg sollen nach dem Wunsch der Bahn etwa 20 Stationen ganz ohne Informationen bleiben. „Das sind so Kleckerlesbahnhöfe, wo kaum mehr was ist“, heißt es dazu bei der Bahn.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) begrüßt das Gerichtsurteil, verlangt aber noch mehr: Die bloße Anzeige der Verspätung auf einem digitalen Laufband sei nicht mehr zeitgemäß, findet VBB-Sprecher Eike Arnold: „Statt dessen will der Reisende wissen, wann genau der nächste Zug kommt und mit welchem Ziel.“ (Von Klaus Stark)

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