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Hochwasserkatastrophe: Brandenburg schickt mehr als 300 Einsatzkräfte

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16:39 21.07.2021
Das Hochwasser hat erhebliche Schäden an der Infrastruktur in der Eifel angerichtet.
Das Hochwasser hat erhebliche Schäden an der Infrastruktur in der Eifel angerichtet. Quelle: Oliver Berg/dpa
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Potsdam

Zur Hilfe in den Hochwassergebieten schickt Brandenburg mehr als 300 Einsatzkräfte für den Katastrophenschutz. Sie seien unterwegs zum Nürburgring in Rheinland-Pfalz, um von dort aus in den kommenden Tagen die Kräfte bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu unterstützen, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Potsdam mit.

„Deutschland steht zusammen und auch Brandenburg hilft den Flutopfern, wo es nur geht“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU). Brandenburg habe den betroffenen Bundesländern in der vergangenen Woche Hilfsangebote gemacht und schicke nun ein erstes größeres Kontingent nach Rheinland-Pfalz. Seit mehreren Tagen schickten Einsatzkräfte aus Brandenburg ihren Partnerkommunen in Nordrhein-Westfalen Hilfe. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei enorm groß.

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Hochwasser: Rund 200 Kräfte aus Brandenburg helfen

Unter den Katastrophenschutzeinheiten sind zwei Medizinische Einsatzgruppen mit rund 200 Kräften und mehr als 50 Fahrzeugen, die am Sonntag starten, berichtete das Ministerium. Sie kämen aus den Kreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald und den Städten Brandenburg/Havel und Cottbus. Zu ihren Aufgaben gehörten die Einsatzführung sowie die Behandlung und der Transport von Patienten.

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Am späten Mittwochnachmittag sollten 125 Feuerwehrleute und andere Helfer von Beelitz-Heilstätten in das Einsatzgebiet im Westen Deutschlands verlegt werden. Sie sollen bei der Rettung und Bergung von Menschen, bei der Förderung von Wasser, der Erzeugung von Strom und der Beleuchtung helfen. Mit dabei sind nach Angaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark außer Feuerwehrwagen auch eine Motorradstaffel und zwei Krankentransporter. Die Kräfte sollen vor allem im Landkreis Ahrweiler helfen, der stark von den Fluten betroffen ist.

Ministerpräsident Woidke bot Hilfe an

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in der vergangenen Woche die Hilfe Brandenburgs angeboten. Das Innenministerium schickte bereits einen Spezialhubschrauber nach Rheinland-Pfalz, der mit einer speziellen Seilwinde zur Bergung und Rettung ausgerüstet ist. Der Hubschrauber sei bisher zweimal im Einsatz gewesen, sagte Ministeriumssprecher Martin Burmeister. Die Polizei hatte laut Innenressort außerdem ein Einsatzfahrzeug mit vier Kräften nach Nordrhein-Westfalen geschickt, das beim Aufbau von Sendemasten für ein mobiles Handynetz hilft.

Die AfD schickte nach eigenen Angaben 17 Parteimitglieder, die Wasser, Babynahrung, Lebensmittel, Kleidung und Spielzeug nach Rheinland-Pfalz brachten und beim Aufräumen nach dem Hochwasser halfen.

Von RND/DPA