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Hunde haben in Brandenburg im vergangenen Jahr öfter zugebissen

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09:50 04.04.2021
Hunde haben in Brandenburg im vergangenen Jahr öfter zugebissen. Dabei wurden etwas weniger Menschen verletzt als im Jahr zuvor.
Hunde haben in Brandenburg im vergangenen Jahr öfter zugebissen. Dabei wurden etwas weniger Menschen verletzt als im Jahr zuvor. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Potsdam

Hunde haben in Brandenburg im vergangenen Jahr öfter zugebissen. Dabei seien 272 Menschen durch Bisse verletzt worden, vier registrierte Fälle weniger als 2019, wie das Innenministerium der Deutsche Presse-Agentur mitteilte. Tödliche Bissattacken gegen Menschen gab es 2020 wie im Jahr zuvor nicht. Die Gesamtzahl aller Beißangriffe gegen Menschen und andere Hunde nahm im Vorjahr im Vergleich zu 2019 aber um 19 auf 534 zu.

Die Fälle, in denen ein Hund einen anderen Artgenossen verletzte, stiegen in dem Zeitraum um 24 auf 240. 22 Vierbeiner wurden im vergangenen Jahr durch andere Hunde tödlich verletzt, das war ein Tier weniger als im Jahr zuvor.

Zwei Hundebisse von „unwiderleglich gefährlich“ Tieren

Den Angaben des Ministeriums zufolge verletzten Hunde zwei Menschen im vergangenen Jahr, deren Rasse als „unwiderleglich gefährlich“ eingestuft wird. Die Zucht dieser fünf Rassen sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden ist in Brandenburg verboten: American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Terrier, Tosa Inu. Die Haltung dieser Arten ist an verschiedene Auflagen gebunden. 2020 waren in Brandenburg nur 24 solcher Hunde registriert. 

Zehn Menschen wurden von Hunden gebissen, die zu den 13 „widerleglich gefährlichen“ Rassen gehören. Dazu zählen unter anderem Alano, Bullmastiff, Dobermann, Mastiff, Mastino Napoletano und Rottweiler. Die Haltung und die Zucht dieser Vierbeiner, von denen es im Vorjahr etwa 4500 in Brandenburg gab, müssen genehmigt werden.

Meiste Bisse durch Deutschen Schäferhund und Golden Retriever

Über einen Test kann bei den Ordnungsbehörden nachgewiesen werden, dass der Hund keine gesteigerte Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe aufweist. Grundsätzlich gilt: Bei jedem Hund kann im Einzelfall festgestellt werden, ob er gefährlich ist.

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Die mit 231 meisten Bisse gegen Menschen gingen 2020 auf das Konto von Hunden wie dem Deutschen Schäferhund, dem Golden Retriever oder dem Husky, die als nicht gefährlich gelten. In sechs Fällen wurden Menschen von Hunden verletzt, deren Haltung nicht anzeigepflichtig ist. Dazu gehören kleine Rassen wie der Jack Russell Terrier.

Von RND/dpa