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Brandenburg Wirtschaft übt scharfe Kritik am neuen Landesentwicklungsplan
Brandenburg Wirtschaft übt scharfe Kritik am neuen Landesentwicklungsplan
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12:05 28.06.2019
Die Wirtschaft fühlt sich beim Landesentwicklungsplan übergangen. Quelle: dpa
Potsdam

Der Präsident der Potsdamer Industrie und Handelskammer (IHK), Peter Heydenbluth, hat scharfe Kritik am künftigen Landesentwicklungsplan für Berlin und Brandenburg geübt. „Zentrale Forderungen der Wirtschaft – wie die Sicherung großflächiger industrieller Vorsorgestandorte – finden sich im Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion nicht wieder“, sagte Heydenbluth am Freitag in Potsdam. „Das ist höchst bedauerlich, weil erste Auswirkungen in der Planung bei Städten und Gemeinden bereits spürbar werden.“

Verkehrsgünstige Standorte wie im Kreuz der A9 und A10 würden lieber für „Kiefermonokulturen als für potenzielle industrielle Ansiedlungen genutzt“. Das sei das Gegenteil einer auf Wachstum und Ansiedlung gerichteten Industriepolitik, sagte der Kammerpräsident. „Es konterkariert die gerade erst vorgestellte Industriestrategie des Landes. So werden Chancen verpasst und internationale Investoren abgeschreckt.“

Neuer Plan tritt am 1. Juli in Kraft

Der gemeinsame Landesentwicklungsplan tritt am 1. Juli in Kraft. Er ist politisch hoch umstritten. Der Plan bildet den Rahmen für die künftige Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten und den Erhalt von Naturräumen. Er regelt zum Beispiel, dass größere Wohngebiete vorrangig entlang der bestehenden Bahntrassen entstehen sollen, die sternförmig von Berlin ausgehen. Das Regelwerk soll Wildwuchs und das Entstehen von Doppelstrukturen, zum Beispiel konkurrierende Gewerbegebiete oder Großmärkte, verhindern.

Die Wirtschaft fordere die Einrichtung eines längst „Metropolraummanagements“, um endlich mit anderen Hauptstadtregionen der Welt Schritt halten zu können, wie Heydenbluth sagte.

CDU-Landeschef Ingo Senftleben hatte den Landesentwicklungsplan wiederholt kritisiert, weil er ländliche Gemeinden in der Mark in ihrer Entwicklung hemme und zu stark auf Berlin ausgerichtet sei. Er hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsieges als Ministerpräsident den Plan aufkündigen zu wollen.

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