Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Impfangst
Brandenburg Impfangst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 03.12.2018
Brandenburgs Apotheker. Quelle: DPA
Anzeige
Potsdam

 Wer sich vor wenigen Wochen für die bevorstehende Grippesaison impfen lassen wollte, musste sich auf volle Wartezimmer einstellen. Der Andrang war groß, berichteten die Ärzte.

Impfen in der Apotheke?

Das hatte mit der vorangegangenen, relativ heftigen Grippesaison zu tun, die die Menschen sensibilisiert hat. Wäre es da nicht praktisch, wenn man sich den Schutz um die Ecke, in der Apotheke holen könnte?

Anzeige

Der umtriebige Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hat so eine Idee ins Spiel gebracht. Um die flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen, könnten doch die Apotheker den kleinen Pieks anbieten, meinte er. Warum eigentlich nicht? In anderen Ländern gibt es das schon: in Großbritannien, in den USA, in Portugal oder in der Schweiz.

Abkommen zwischen Ärzten und Apothekern

Der Widerstand sowohl auf Seiten der Apotheker als auch der Ärzte ist übertrieben. Und er fußt auf einem Nicht-Angriffspakt: Die Ärzte verzichten auf ihre Forderung, selbst Medikamente zu verkaufen, die Apotheker überlassen den Medizinern das Impfen.

Dass die Sicherheit der Patienten auf dem Spiel stünde, steht nicht zu befürchten. Das zeigen die Erfahrungen aus den anderen Ländern.

Von Torsten Gellner