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Brandenburg Nonnemacher nach Impfstart: Januar wird extrem schwieriger Monat
Brandenburg

Impfstart in Brandenburg: Nonnemacher warnt vor verfrühter Euphorie

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17:43 29.12.2020
Impfstart in Brandenburg: Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) ist bei der ersten Corona-Impfung im Bundesland im DRK-Seniorenwohnpark Großräschen dabei. Quelle: Fabrizio Bensch/dpa
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Cottbus/Potsdam

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat nach dem Impfstart gegen das Coronavirus vor zu viel Euphorie gewarnt. „Bis wir so viele Menschen geimpft haben, dass das zur Unterbrechung von Infektionsketten reicht, werden Monate ins Land gehen“, sagte die Ministerin am Dienstag bei einem Besuch am Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus.

Dort haben – wie auch in weiteren sieben großen Kliniken Brandenburgs – die Impfungen des medizinischen Personals begonnen. Nach Angaben von CTK-Geschäftsführer Götz Brodermann hatte das Klinikum am Montag 200 Impfdosen für zwei Tage erhalten, weitere 1000 sollen nächste Woche folgen.

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Klinikpersonal muss Dreifachbelastung aushalten

Derzeit werden nach Angaben von Brodermann 70 Covid-Patienen am Klinikum betreut, 15 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Im Laufe des Tages werde zu den drei Covid-Stationen eine weitere mit 20 Betten eröffnet, kündigte er an. Wegen der Überlastung der Kliniken im Süden sind vor Weihnachten über 100 Patienten aus der Lausitz in Krankenhäuser im Norden und nach Berlin verlegt worden, auch aus dem CTK in Cottbus.

Das Klinikpersonal sei derzeit einer Dreifachbelastung ausgesetzt, berichtete Markus Niggemann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Carl-Thiem-Klinikum Cottbus GmbH: „Höchststand an Patienten, Höchststand an covidbedingtem Mitarbeiterausfall und gleichzeitig Personalbindung für die Impfung.“

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Nonnemacher warnt vor Euphorie

Nach Angaben von Nonnemacher ist in ganz Brandenburg aktuell über 30 Prozent des medizinischen Personals selbst an Covid-19 erkrankt, befindet sich in Quarantäne oder leidet an anderen Krankheiten. „Ich warne davor, dass jetzt eine Euphorie ausbricht: Prima, wir haben alles überstanden, und jetzt können wir wieder richtig loslegen“, betonte sie. Die eigentliche „Durststrecke“ komme noch.

„Der Januar wird ein extrem schwieriger Monat“, schätzte die Ministerin ein. Die hohen Infektionszahlen der vergangenen Tage würden sich mit 14 Tagen Verzögerung in den Krankenhäusern widerspiegeln. „Wir werden Mitte Januar hier eine massive Belastung im Gesundheitswesen bekommen.“

Von RND/dpa