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Brandenburg Günstiges Azubi-Ticket wird zum 1. August eingeführt
Brandenburg Günstiges Azubi-Ticket wird zum 1. August eingeführt
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00:23 01.04.2019
Neue Tarife bietet der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) an: Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther, Regierender Bürgermeister Michael Müller, die VBB-Geschäftsführerin Susanne Henkel und Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Quelle: Göldner/MAZ
Berlin

Lange war es angekündigt, jetzt soll es eingeführt werden: das kostengünstige Azubi-Ticket. Zum 1. August können Lehrlinge aus Brandenburg und Berlin für 365 Euro pro Jahr die öffentlichen Verkehrsmittel der Region nutzen. Das gab die Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, Susanne Henkel, am Freitag bekannt. Das Ticket – die VBB-fahrCard – können neben Auszubildenden auch Beamtenanwärter und Teilnehmer von Freiwilligendiensten nutzen.

Von dem subventionierten Ticket, für das der Landtag bereits im Dezember 2018 für dieses und das kommende Jahr rund 5,6 Millionen Euro bereitstellt, profitieren rund 25.000 junge Menschen, die eine Lehre absolvieren. Ein vergleichbares VBB-Ticket kostet rund 1400 Euro.

Neu angeboten wird zum 1. September ein sogenanntes Job-Ticket für Arbeitnehmer in Brandenburg und Berlin, das nicht übertragbar ist. Voraussetzung ist, dass sich der Arbeitgeber mit einem Zuschuss beteiligt. Laut VBB-Chefin Henkel bringt das Arbeitnehmern eine Ersparnis von mindestens 167 Euro im Jahr.

Der Zuschuss der Arbeitgeber ist steuerlich absetzbar – in unbegrenzter Höhe. Er kann individuell erhöht werden. Pro Firma müssen mindestens fünf Arbeitnehmer das Ticket buchen.

Ein Beispiel: Beteiligt sich ein Arbeitgeber an den Fahrtkosten mit 10 Euro im Monat, kommt ein ÖPNV-Rabatt von vier Euro pro Beschäftigter dazu. Damit würde eine Arbeitnehmer 14 Euro sparen. Gegenüber der VBB-Umweltkarte für den Tarifbereich ABC in Höhe von 82 Euro wäre dann eine Summe von 68 Euro zu zahlen. Bei 15 Euro vom Arbeitgeber verdoppelt sich der Rabatt auf acht Euro.

Die brandenburgische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) sagte, von beiden Tickets würden vor allem kleinere und mittlere Unternehmen profitieren. „Das ist ein Beitrag zur Bindung von Fachkräften“, betonte sie. Mit dem 365-Euro-Ticket könnten Lehrlinge zu allen Ausbildungsstätten fahren, den betrieblichen wie schulischen. Dazu gibt es die Möglichkeit, das Ticket auch in der Freizeit zu nutzen.

Überdies gibt es für Berliner Schüler ein kostenloses Schülerticket (Tarifzone AB). Für Brandenburgs Schüler gibt es ein solches Ticket nicht. Ministerin Schneider sagte dazu, Brandenburg werde sich erst in einem „zweiten Schritt“ mit dem Schülerticket beschäftigen. Zunächst sei der Weg für das Azubi-Ticket frei gemacht worden. Ein Ticket für Schüler sei nicht einfach herzustellen, da es derzeit 18 verschiedene Regelungen in den Kreisen und Städten gebe.

Das VBB-Tarifsystem mit einheitlichen Fahrausweisen gibt es jetzt seit 20 Jahren. 38 Verkehrsunternehmen erbringen die Verkehrsleistungen in Berlin un Brandenburg mit U-Bahnen, S-Bahnen, Bussen, Regionalbahnen, Straßenbahnen und Fähren.

Gesellschafter des VBB sind die beiden Länder sowie die 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte in Brandenburg.

 

Von Igor Göldner

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