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Brandenburg In Radler gerast: Rentner erhält Haft auf Bewährung
Brandenburg In Radler gerast: Rentner erhält Haft auf Bewährung
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01:15 19.05.2019
Die zerstörten Fahrräder der Unfallopfer. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Gegen einen 82 Jahre alten Rentner, der vor einem Jahr mit dem Auto in eine Gruppe Berliner Radfahrer gerast war und eine Frau (51) getötet hatte, ist eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verhängt worden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus bestätigte einen Bericht der B.Z., wonach gegen den Unfallfahrer ein Strafbefehl erging – er muss nicht ins Gefängnis. Die Strafe sei bereits rechtskräftig, sagte Behördensprecher Gernot Bantleon.

Unfallfahrer muss Führerschein abgeben

Seinen Führerschein muss der Berliner abgeben. Nach zwei Jahren kann er ihn wieder neu beantragen. Dann steht es im Ermessen der zuständigen Verkehrsbehörde, ob sie ihn noch für fahrtauglich hält. In dem Verfahren hatten gesundheitliche Beeinträchtigungen eine Rolle gespielt.

Der Rentner war am 13. Mai 2018 auf der Bundesstraße 179 zwischen Neubrück und Klein Köris (Dahme-Spreewald) in die vierköpfige Radlergruppe aus Berlin gefahren, die am rechten Fahrbahnrand unterwegs war. Eine Journalistin starb. Die drei Überlebenden trugen teils schwerste Verletzungen davon und sind heute noch gezeichnet von den Folgen des Unglücks. Eine Bewährungsauflage besagt, dass der 82-Jährige an die Geschädigten 5000 Euro bezahlen muss. Privatrechtliche Schadenersatzansprüche sind von dem Strafbefehl nicht berührt, sie laufen parallel zu dem Strafverfahren.

Kein öffentliches Gerichtsverfahren

Zu einer öffentlichen Hauptverhandlung vor Gericht kam es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft nicht, weil der wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung Angeklagte das Geschehen eingestanden hat und am Hergang des Unfalls keine Zweifel bestünden, so Sprecher Bantleon. Es sei zu entscheiden gewesen, welche persönliche Schuld den Angeklagten treffe. Alkohol habe keine Rolle gespielt. Der Angeklagte hatte ausgesagt, die Sonne habe ihn geblendet.

Der Unfall hatte eine Debatte über Risiken alter Menschen hinterm Steuer ausgelöst.

Mittels Online-Petition fordern inzwischen 1450 Unterstützer von der Landesregierung, das betroffene Straßenstück in die Bedarfsliste für den Bau von Radwegen aufzunehmen. Es sei erwiesenermaßen lebensgefährlich für Radler, heißt es im Text der Petition.

Von Ulrich Wangemann

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